<?xml version='1.0' encoding='UTF-8'?><?xml-stylesheet href="http://www.blogger.com/styles/atom.css" type="text/css"?><feed xmlns='http://www.w3.org/2005/Atom' xmlns:openSearch='http://a9.com/-/spec/opensearchrss/1.0/' xmlns:georss='http://www.georss.org/georss' xmlns:gd='http://schemas.google.com/g/2005' xmlns:thr='http://purl.org/syndication/thread/1.0'><id>tag:blogger.com,1999:blog-7850048448846271534</id><updated>2012-01-25T10:12:28.400-08:00</updated><title type='text'>The Capybara Gazette</title><subtitle type='html'>Aus dem Leben der Wasserschweine</subtitle><link rel='http://schemas.google.com/g/2005#feed' type='application/atom+xml' href='http://hausemer.blogspot.com/feeds/posts/default'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7850048448846271534/posts/default?max-results=100'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://hausemer.blogspot.com/'/><link rel='hub' href='http://pubsubhubbub.appspot.com/'/><author><name>Georges Hausemer</name><uri>http://www.blogger.com/profile/07721046962057225130</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://3.bp.blogspot.com/_Yub5V01uKkU/SwA4O9zNv-I/AAAAAAAAAA8/_yL9MyjrM8M/S220/Georges+Hausemer+(Photo+Susanne+Jaspers).JPG'/></author><generator version='7.00' uri='http://www.blogger.com'>Blogger</generator><openSearch:totalResults>31</openSearch:totalResults><openSearch:startIndex>1</openSearch:startIndex><openSearch:itemsPerPage>100</openSearch:itemsPerPage><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7850048448846271534.post-6742649016353141713</id><published>2012-01-25T10:12:00.000-08:00</published><updated>2012-01-25T10:12:28.410-08:00</updated><title type='text'>OP DER RULL (18): IN VENEZUELA WIRD UNSEREINS GEFRES…, PARDON: GEGESSEN!</title><content type='html'>&lt;span style="font-family: inherit; font-size: small;"&gt;In Caracas, der Hauptstadt Venezuelas, hat jetzt ein Koch gewisse Berühmtheit erlangt, der auf der Speisekarte seines Restaurants Steaks, Keulen und Ragouts vom Wasserschwein, dort meistens „chigüire“ genannt, anbietet. Nelson Méndez, so der Name des unverfrorenen Chefs, soll in seinem Lokal, dem „Biarritz Bistro“, neben dem seiner Ansicht nach „schönen roten Capybara-Fleisch“ auch noch karamellisierte Ameisen, Würmer und sonstiges Amazonas-Getier zubereiten, das in Tausenden von Varianten im und am Orinoko-Fluss sowie am Río Negro lebt. In Zukunft will Méndez diese und ähnliche Geschöpfe weltweit als kulinarische Spezialitäten auf den Nahrungsmittelmarkt werfen – hochtrabende Pläne, von denen sich der skrupellose Selfmademan nicht nur Renommee, sondern auch jede Menge Profit erwartet. Auf sein frevelhaftes Tun rund um die besonders bei Touristen beliebten Wasserschwein-Populationen in seinem Heimatland („Ach, wie süß!“) angesprochen, wehrte sich der eigenwillige Koch mit dem Argument, dass er schließlich auch frittierte Piranhas im Angebot habe, worüber sich nie jemand aufrege, im Gegenteil. Seine bissfreudigen, in Mehl gewendeten und knusprig gebratenen Fische würden den Gästen, trotz ihres etwas papierenen Geschmacks, im Allgemeinen hervorragend munden. Bislang habe sich noch niemand in dieser Hinsicht beschwert. Er, Nelson Méndez, Jahrgang 1963, in einem Dschungeldorf bei jesuitischen Missionaren aufgewachsen und in seiner Jugend als „Würmerfresser“ beschimpft, könne also nur schwerlich verstehen, was die ganze Aufregung um die Wasserschweine soll, zumal auch diese vorwiegend in feuchten bis nassen Gegenden der Welt leben und beinahe auch schon zur Gattung der Fische, zumindest zu der der Schuppentiere gezählt werden könnten. Ob diese Behauptungen wohl alle stimmen? Ob sich jemand für den seltsamen Koch aus Caracas die Hand abhacken lassen oder sie zumindest für ihn ins Feuer legen würde?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;© Georges Hausemer&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7850048448846271534-6742649016353141713?l=hausemer.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://hausemer.blogspot.com/feeds/6742649016353141713/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://hausemer.blogspot.com/2012/01/op-der-rull-18-in-venezuela-wird.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7850048448846271534/posts/default/6742649016353141713'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7850048448846271534/posts/default/6742649016353141713'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://hausemer.blogspot.com/2012/01/op-der-rull-18-in-venezuela-wird.html' title='OP DER RULL (18): IN VENEZUELA WIRD UNSEREINS GEFRES…, PARDON: GEGESSEN!'/><author><name>Georges Hausemer</name><uri>http://www.blogger.com/profile/07721046962057225130</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://3.bp.blogspot.com/_Yub5V01uKkU/SwA4O9zNv-I/AAAAAAAAAA8/_yL9MyjrM8M/S220/Georges+Hausemer+(Photo+Susanne+Jaspers).JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7850048448846271534.post-1077653826309403093</id><published>2011-12-31T02:43:00.001-08:00</published><updated>2012-01-25T10:09:25.979-08:00</updated><title type='text'>P. O. BOX (13): WER WAR JEAN-PIERRE AREND? WER IST DANNY SATAN KAI?</title><content type='html'>&lt;div style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;Esch-au-Lac. Dieser Tage erschien plötzlich das Buch „Clarissas Krambude“. Zum Glück trägt es ebenfalls einen Untertitel. Der verrät, dass darin Autoren von ihren Pseudonymen erzählen. Dass dieses Erzählen Klarheit schafft, ist indes nicht immer gewährleistet. Zumindest nicht im Fall eines angeblich luxemburgischen Philosophen namens Jean-Pierre Arend, der angeblich Strukturalist war und angeblich in den 1960er Jahren verstarb. Zudem wird der Mann als „wirklich ein Opfer des ignoranten Literaturbetriebs“ dargestellt, dessen Werk verramscht wurde, noch bevor die erste, einzige und obendrein hymnische Rezension dazu in der FAZ erschien. Ein Klick bei amazon ergibt, dass von einem Autor namens Jean-Pierre Arend tatsächlich (oder nur fiktiv?) zwei Bücher existieren, eines sogar mit Cover, das andere mit unbekanntem Einband. Ihre ziemlich rätselhaften Titel: „Die Geschichte der Erkenntnis“ und „Die Determination der gleichzeitig gleichzahlig seienden und werdenden Sachverhalte des Alls“. Beide Werke sollen 1948 erschienen, aber derzeit leider nicht mehr lieferbar sein. Und was hat ein gewisser Manfred Esser mit dieser mysteriösen Geschichte zu tun? Manfred Esser (1938-1995) bezichtigt sich in „Clarissas Krambude“, unter dem Aliasnamen Jean-Pierre Arend veröffentlicht zu haben und gleichzeitig der erstgeborene Sohn einer Anna Arend geborene Esser zu sein. Ferner behauptet Esser/Arend, unter dem Pseudonym Mac van Geldern einen pornographischen Roman mit dem Titel „Rotschwanz“ publiziert zu haben, von dem in der einschlägigen Literatur allerdings keinerlei Spuren ausfindig zu machen sind. Und was bedeutet der Hinweis „Am 19. Juno 1996 Luxemburg, 16 rue du Laboratoire“, der im Nachwort eines der Arend-Bücher zu finden sein soll und zu dem Manfred Esser – oder Arend selbst, vielleicht sogar van Geldern? – überdies anmerkt: „Die Jahreszahl ist natürlich ein Anagramm auf 69. Über die Bedeutung der 69 in der Sexualfantasie der Surrealisten (und deren Umkehrung in der 96) will ich nicht spekulieren“? Hat hier mal wieder Tania Naskandy ihre schmutzigen Finger im Spiel? Deren Doppelgängerin Danny Satan Kai? Oder Luc Sophie Spada? Unsere Literaturministerin höchstpersönlich, eine(r) ihrer Mitarbeiter(innen)?&amp;nbsp; &lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;CNL, bitte übernehmen Sie!&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,&amp;quot;serif&amp;quot;; font-size: 14pt;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,&amp;quot;serif&amp;quot;; font-size: small; line-height: 150%;"&gt;© Georges Hausemer&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7850048448846271534-1077653826309403093?l=hausemer.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://hausemer.blogspot.com/feeds/1077653826309403093/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://hausemer.blogspot.com/2011/12/p-o-box-13-wer-war-jean-pierre-arend.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7850048448846271534/posts/default/1077653826309403093'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7850048448846271534/posts/default/1077653826309403093'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://hausemer.blogspot.com/2011/12/p-o-box-13-wer-war-jean-pierre-arend.html' title='P. O. BOX (13): WER WAR JEAN-PIERRE AREND? WER IST DANNY SATAN KAI?'/><author><name>Georges Hausemer</name><uri>http://www.blogger.com/profile/07721046962057225130</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://3.bp.blogspot.com/_Yub5V01uKkU/SwA4O9zNv-I/AAAAAAAAAA8/_yL9MyjrM8M/S220/Georges+Hausemer+(Photo+Susanne+Jaspers).JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7850048448846271534.post-1057622163005137815</id><published>2011-12-05T10:27:00.000-08:00</published><updated>2011-12-05T10:27:46.227-08:00</updated><title type='text'>P. O. BOX (12): DON CAO AUF CON DACA</title><content type='html'>&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;Esch-au-Lac. Wir Wasserschweine ziehen der stundenlangen Grübelei bekanntlich eher das ausgiebige Faulenzen bei ausgeschalteter Hirntätigkeit vor. Doch heute wollen wir uns für einmal aufraffen, um einem Kollegen den Rücken zu stärken, der sich als regelmäßiger Kolumnist der „Capybara Gazette“ seine, nein, eben nicht seine Brötchen verdient, sondern sich seit Wochen, nein, was sagen wir, seit Monaten, wenn nicht seit Jahren unentgeltlich und unbezahlt die Fingerkuppen blutig tippt, ohne zu wissen, wozu das alles eigentlich gut sein soll. Da dieser Glossist gelegentlich auch Texte verfasst, die nicht auf ein Butterbrotpapier passen, ist unlängst ein Büchlein von ihm erschienen mit dem etwas seltsamen, aber nach Wasserschweinmeinung durchaus hübschen Titel „Con Dao“.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;Hätte er das lieber mal gelassen! Also das mit dem exotischen, für weltmännische Wasserschweine, wie wir gern welche wären, gar nicht so haarsträubenden Titel, der in letzter Zeit Anlass zu manch heikler Verwirrung gegeben hat. &lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;Da war zunächst einmal das im Süden des Ländchens erscheinende Konkurrenzblatt der CG – nennen wir es der Einfachheit halber einfach mal T. –, das besagte Sammlung mehr oder weniger fiktiver Geschichten mir nichts dir nichts in eine Hommage an einen hierzulande nicht ganz unbekannten Dirigenten, Musiker und Musikpädagogen verwandelte und diesen nicht mit uns persönlich bekannten Herrn obendrein mit einem spanischen Respektstitel ehrte. Nein, liebe Mitschweine, CON DAO heißt nicht DON CAO und hat mit dem wahren Träger dieses Nachnamens auch nicht die Bohne am Rüssel.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Cambria&amp;quot;,&amp;quot;serif&amp;quot;; font-size: small;"&gt;Zu dieser peinlichen Verwechslung gesellte sich kürzlich eine weitere heitere Variante besagten Buchtitels. Obwohl ..., allein von der Akustik der Wortneu- und -umbildung her kann von Heiterkeit eigentlich gar keine Rede sein. Diesmal ist es eine Zeitschrift aus ebenfalls dem Süden des Ländchens – nennen wir sie der Einfachheit halber einfach mal G. –, die CON DAO kurzerhand in CON DACA umgetauft hat. Hören Sie die klangliche Verwandtschaft? Wenn nicht, ist’s auch egal. Dann ziehen wir Wasserschweine uns eben wieder in unseren Suhlpfuhl zurück, strecken die Nase in den Wind und lauern darauf, dass endlich wieder ein Sonnenstrahl unseren Alltag erhellt. Zumindest kann jetzt niemand mehr behaupten, wir hätten nicht wenigstens versucht, unserem verehrten Kollegen in einer schwierigen Phase seines Schreiberlingdaseins zu Hilfe zu eilen. Auch wenn’s am Ende nix geholfen hat, gar nix, nada de nada, niente di niente. Krawutschu? (Letzteres, bitte merken Sie sich das, ist ein Wort aus der nach wie vor viel zu wenig bekannten Sprache der Wasserschweine, die gleichzeitig so wenig verbreitet ist, dass sie nicht einmal einen richtigen Namen hat. Vorschläge werden jederzeit angenommen, am liebsten in Begleitung von Delikatessen aus dem Fischrayon ...)&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Cambria&amp;quot;,&amp;quot;serif&amp;quot;; font-size: 16pt;"&gt;&amp;nbsp;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,&amp;quot;serif&amp;quot;; font-size: small; line-height: 150%;"&gt;© Georges Hausemer&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7850048448846271534-1057622163005137815?l=hausemer.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://hausemer.blogspot.com/feeds/1057622163005137815/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://hausemer.blogspot.com/2011/12/p-o-box-12-don-cao-auf-con-daca.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7850048448846271534/posts/default/1057622163005137815'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7850048448846271534/posts/default/1057622163005137815'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://hausemer.blogspot.com/2011/12/p-o-box-12-don-cao-auf-con-daca.html' title='P. O. BOX (12): DON CAO AUF CON DACA'/><author><name>Georges Hausemer</name><uri>http://www.blogger.com/profile/07721046962057225130</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://3.bp.blogspot.com/_Yub5V01uKkU/SwA4O9zNv-I/AAAAAAAAAA8/_yL9MyjrM8M/S220/Georges+Hausemer+(Photo+Susanne+Jaspers).JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7850048448846271534.post-6415534032293936775</id><published>2011-11-26T06:30:00.000-08:00</published><updated>2011-11-26T06:31:39.752-08:00</updated><title type='text'>P. O. BOX (11): PEINLICH!</title><content type='html'>&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;Esch-au-Lac. Heute im TAGEBLATT: die Ankündigung der „Soirée Edmond Dune“ am kommenden Montag im Espace H2O in Oberkorn. Bei dieser Gelegenheit werden, laut viertelseitiger Anzeige, u. a. Nathalie Ronvaux und ein gewisser „Norbert Schlechter“ Auszüge aus dem Werk Dunes vortragen. Norbert Schlechter?&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;Oh wie peinlich! Zumal besagte, na ja, Verwechslung, nicht auf die Kappe eines der nach eigenen Aussagen stets überforderten Kulturredakteure besagter Zeitung geht, sondern von den Veranstaltern selbst zu verantworten ist. Also von der Stadt Differdingen und dem daselbst angesiedelten Verlag, in dem zahlreiche Werke sowohl von Edmond Dune als auch von LAMBERT Schlechter erschienen sind. Schade bloß, dass man bei den Editions Phi seine Autoren nicht einmal beim Namen zu kennen scheint. Und sich auch sonst nicht eben durch Sorgfalt und Gewissenhaftigkeit im Umgang mit diesen Autoren, deren Manuskripten und Büchern hervortut. Erst gestern hat die Kritikerin des LËTZEBUERGER LAND eine Besprechung des neuen Gedichtbandes von Léon Rinaldetti veröffentlicht und dem inzwischen im Editpress-Schiff mitsegelnden Verlag in geharnischten Worten „Oberflächlichkeit und Lieblosigkeit“, dreiste Lügen, schlechte Scherze und „pure Ignoranz“ vorgeworfen. &lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;Auch dem zweiten Veranstalter des Dune-Abends ist solche Geringschätzung der Luxemburger Literatur keineswegs fremd. Unlängst fand im Espace H2O nämlich eine Lesung statt, zu deren Beginn eine Vertreterin der örtlichen Kulturkommission trotz intensiven Nachdenkens partout nicht auf den Namen des einheimischen Schriftstellers kommen wollte, der persönlich genau vor ihr saß und als lesender Gast eingeladen war. Eigentlich hätte sich der „namenlose“ Autor in diesem Moment erheben und den Veranstaltungsort auf der Stelle verlassen müssen.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;Aber diesen skandalösen Umgang mit ihrer Arbeit und ihrer Person sind die luxemburgischen Kulturschaffenden ja längst gewohnt. Man erinnere sich an den beschämenden Zwist zwischen der Escher Gemeinde und Serge Tonnar und seiner Band Legotrip anlässlich des diesjährigen Terres Rouges-Festivals. Man denke einmal kurz über den Edward-Steichen-Förderpreis nach, den diese Woche Claudia Passeri erhielt und über den, unter dem verräterischen Titel „Les petits Luxos“, gestern im LAND ebenfalls eine hochinteressante Notiz zu lesen war. &lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;Aber ganz gleich, wer sich wo und wie oft darüber ärgert – der unter unseren Kulturfunktionären und sonstigen selbsternannten Kulturverwaltern grassierenden Inkompetenz ist offenbar durch nichts und niemanden Einhalt zu gebieten.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&amp;nbsp;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,&amp;quot;serif&amp;quot;; font-size: small; line-height: 150%;"&gt;© Georges Hausemer&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7850048448846271534-6415534032293936775?l=hausemer.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://hausemer.blogspot.com/feeds/6415534032293936775/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://hausemer.blogspot.com/2011/11/p-o-box-11-peinlich.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7850048448846271534/posts/default/6415534032293936775'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7850048448846271534/posts/default/6415534032293936775'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://hausemer.blogspot.com/2011/11/p-o-box-11-peinlich.html' title='P. O. BOX (11): PEINLICH!'/><author><name>Georges Hausemer</name><uri>http://www.blogger.com/profile/07721046962057225130</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://3.bp.blogspot.com/_Yub5V01uKkU/SwA4O9zNv-I/AAAAAAAAAA8/_yL9MyjrM8M/S220/Georges+Hausemer+(Photo+Susanne+Jaspers).JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7850048448846271534.post-7171204865947538815</id><published>2011-11-25T10:39:00.000-08:00</published><updated>2011-11-25T10:48:25.821-08:00</updated><title type='text'>PULP PICTURE (1): „TONIGHT, YOU WILL DANCE!“</title><content type='html'>&lt;img height="250" src="http://sites.internet.lu/folders/hausemergeorges/images/Leuk28.10.2011.jpg" width="320" /&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,&amp;quot;serif&amp;quot;; font-size: 14pt;"&gt;&amp;nbsp;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,&amp;quot;serif&amp;quot;; font-size: 14pt;"&gt;Leuk, Wallis, Schweiz am 28. Oktober 2011&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="mso-layout-grid-align: none; mso-pagination: none; text-autospace: none;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,&amp;quot;serif&amp;quot;; font-size: 14pt;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="line-height: 150%;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,&amp;quot;serif&amp;quot;; font-size: 14pt; line-height: 150%;"&gt;© Georges Hausemer&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7850048448846271534-7171204865947538815?l=hausemer.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://hausemer.blogspot.com/feeds/7171204865947538815/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://hausemer.blogspot.com/2011/11/pulp-picture-1-tonight-you-will-dance.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7850048448846271534/posts/default/7171204865947538815'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7850048448846271534/posts/default/7171204865947538815'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://hausemer.blogspot.com/2011/11/pulp-picture-1-tonight-you-will-dance.html' title='PULP PICTURE (1): „TONIGHT, YOU WILL DANCE!“'/><author><name>Georges Hausemer</name><uri>http://www.blogger.com/profile/07721046962057225130</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://3.bp.blogspot.com/_Yub5V01uKkU/SwA4O9zNv-I/AAAAAAAAAA8/_yL9MyjrM8M/S220/Georges+Hausemer+(Photo+Susanne+Jaspers).JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7850048448846271534.post-7523399269102383749</id><published>2011-11-22T13:39:00.000-08:00</published><updated>2011-11-22T13:39:54.033-08:00</updated><title type='text'>Hirtenbrief an die Hinterwäldler / Von Jérôme Netgen</title><content type='html'>Hat Professeur Frank Wilhelm, der große Frankophile unter den Frankophonen, der große Frankophone unter den Frankophilen, der emsige Fußnotenforscher im Weinberg der Grande Nation, etwa nicht mehr alle gestreiften Murmeln im Sack? &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Oder wie sonst muss man folgende Aussage verstehen, die auf dem Blog des Schriftstellers Georges Hausemer (da sollte man ab und zu mal reinschauen, auch wenn der gute Georges es in letzter Zeit – ich vermute, seit er der italienischen Küche recherchehalber frönen musste – etwas ruhiger angehen lässt; mehr unter www.georgeshausemer.com) aufgegriffen wurde? Entnommen ist sie der französischsprachigen Wochenzeitung Le Jeudi, Ausgabe vom 10. November, Seite 7.  Dort steht das Zitat, das alle Hinterwäldler hierzulande in ihre Schranken verweisen dürfte:  „Quand le petit Luxembourgeois s’exprime en allemand, il entre dans une maison de plain-pied, située dans sa rue. Quand il parle français, il s’ouvre au monde.“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Für die Ungebildeten lautet meine Übersetzung wie folgt: Daheim Sägemehl fressen und draußen Bretter scheißen, das geht nicht! Roll over, Batty Weber!! … ENTWEDER bräsiges Rumhocken unterm Hirschgeweih ODER „Die Welt“!! … ENTWEDER Klein-Klein in der Mundart-Hölle ODER die sturmgepeitschten Höhen des „Citoyen du Monde“!! … Entweder ihr hobelt weiterhin auf Deutsch, meine lieben Luxis – schlimmer noch: in eurem ermüdenden Patois, das keine Sau versteht, geschweige denn liest –, oder ihr macht endlich den längst fälligen Antrag auf Vollmitgliedschaft in der Zivilisation. … C’est comme ça! &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Denn dies ist nicht irgendein Hallodri aus Dünnpfiff-les-Bains, wie ein (leider deutscher) Satiriker Luxemburg-Stadt und ähnliche Parvenü-Metropolen gerne zu nennen pflegt, neiiin, es handelt sich hier um le Professeur Wilhelm, weltumspannende Autorität zum Thema Victor Hugo und die Geburt des Viandener Nussmarktes aus dem Geiste der Revolution (ich zitiere frei aus dem Gedächtnis und dummerweise erneut auf Deutsch, weil die Geisteshöhen, zu denen Professeur Wilhelm sich gemeinhin aufschwingt, eine Sprachkenntnis voraussetzen, die ich als bastardisierter Frankophoner natürlich nicht besitzen kann. Gerne gebe ich auch zu, dass ich das Buch nicht zu Ende gelesen habe!).&lt;br /&gt;So wie die Iren, wenn sie in der Diaspora leben, immer irischer sein wollen als die Daheimgebliebenen auf der Insel, so sind die französelnden Frankophilen, wenn sie petits Luxemburger sind, immer französischer als die Franzosen in ihren französischsten, will sagen: authentischsten Momenten des gepflegten, ungehemmten Franzosentums. Vous me suivez ?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich für meinen Teil möchte sie nicht vermissen, die Culture aus Fronkraich,  auch ¬¬ wenn ich mir am Thüringer-, pardon, ‘Lëtzebuerger-Grillwurscht’-Stand mitunter die Frage stellen muss, wie ich diesen Anblick mit meinen hohen Selbstansprüchen und Umgangsformen à la française in Deckung bringen kann. Aber diese Luxemburger Schizophrenie ist natürlich das Problem Luxemburger Schizophrener, also ein Minderheitenproblem durch und durch, und das tut man im Weinberg der Grande Nation gemeinhin mit Achselzucken quittieren.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Immerhin: die Schweiz-geborene Madame de Staël war, zweihundert Jahre vor Professeur Wilhelm, schon etwas weiter in ihrer freimütigen Akzeptanz der eigenen Schizophrenie und hat sich, soviel weiß ich, von Geheimrat Goethe auf dem west-östlichen Diwan kräftig becircen lassen. Na gut, Goethe war ein viriler Weltbürger mit Charme, gewissermaßen ein Dominique Strauss-Kahn mit Wadenstrümpfen, und nicht irgendein sale boche, wie man ihn aus „La Grande Vadrouille“, dem Lieblings-Nouvelle-Vague-Film aller frankophilen Intellektuellen und bestimmt auch von Frank Wilhelm, kennt. Und außerdem hatte er Diderot und Corneille übersetzt, war also mit Kultur bereits in Berührung gekommen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mich jedenfalls beschleicht das ungute Gefühl, dass einige von unseren möchtegernigen Franzosen auch nichts weiter als „les banlieusards de la littérature française“ sind, wie Léon Bloy über die Belgier richtete, und dass sie es insgeheim sogar ahnen (das ist ihre eigene kleine mickrige Schizophrenie unterm Hirschgeweih, und sie tun mir echt leid dafür!).&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;© Georges Hausemer&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7850048448846271534-7523399269102383749?l=hausemer.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://hausemer.blogspot.com/feeds/7523399269102383749/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://hausemer.blogspot.com/2011/11/hirtenbrief-die-hinterwaldler-von.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7850048448846271534/posts/default/7523399269102383749'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7850048448846271534/posts/default/7523399269102383749'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://hausemer.blogspot.com/2011/11/hirtenbrief-die-hinterwaldler-von.html' title='Hirtenbrief an die Hinterwäldler / Von Jérôme Netgen'/><author><name>Georges Hausemer</name><uri>http://www.blogger.com/profile/07721046962057225130</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://3.bp.blogspot.com/_Yub5V01uKkU/SwA4O9zNv-I/AAAAAAAAAA8/_yL9MyjrM8M/S220/Georges+Hausemer+(Photo+Susanne+Jaspers).JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7850048448846271534.post-6500788061220997202</id><published>2011-11-22T13:38:00.000-08:00</published><updated>2011-11-22T13:38:25.906-08:00</updated><title type='text'>P. O. BOX (10): FUNKTIONIERENDE FUNKTIONÄRE</title><content type='html'>Esch-au-Lac. Also geht doch! So stellt man sich das Werken und Wirken unserer Volksdiener in den Ministerien im Idealfall doch vor, nicht wahr? Kaum hat sich ein Bürger – in diesem Fall ein Kolumnist aus der höchst unregelmäßig, aber dafür nicht mit weniger Leidenschaft erscheinenden „Capybara Gazette“ – mit einem Wunsch oder sonst einem Anliegen zu Wort gemeldet, schon sputen sich die Herrschaften, was das Zeug hält.&lt;br /&gt;So geschehen in der vergangenen Woche. Da hatte besagter Kolumnist es gewagt, sich in einer kurzen, beiläufigen und daher als Postskriptum getarnten Anfrage an das hiesige Kulturministerium zu wenden und unterwürfigst sein Begehren zu formulieren, und wenige Tage später wurden die stets mit Spannung erwarteten Resultate des nationalen Literaturwettbewerbs auch schon publik gemacht (siehe hierzu auch die Notiz „Poésiemanie“ im Lëtzebuerger Land Nr. 46 vom 18.1.2011). Gratulation, die Herrschaften!&lt;br /&gt;Zwar bleiben, wie könnte es anders sein, weiterhin viele andere Fragen, die ein bescheidener Kolumnist sich den lieben langen Tag und auch manche Nacht lang stellt, weiterhin offen. Doch für einmal wollen wir nicht so sein! Stattdessen soll an dieser Stelle, im Namen des besagten Kolumnisten, der schieren Begeisterung darüber Ausdruck verliehen werden, dass die zuständigen Beamten endlich und für einmal das geleistet haben, wofür sie, verdammt nochmal, fürstlich, pardon, großherzoglich, entlohnt werden. Und das jeden Monat, nicht nur zur Weihnachtszeit.&lt;br /&gt;Weiter so! Noch schweigen die Fische im dreckigen Teich ... &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;© Georges Hausemer&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7850048448846271534-6500788061220997202?l=hausemer.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://hausemer.blogspot.com/feeds/6500788061220997202/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://hausemer.blogspot.com/2011/11/p-o-box-10-funktionierende-funktionare.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7850048448846271534/posts/default/6500788061220997202'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7850048448846271534/posts/default/6500788061220997202'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://hausemer.blogspot.com/2011/11/p-o-box-10-funktionierende-funktionare.html' title='P. O. BOX (10): FUNKTIONIERENDE FUNKTIONÄRE'/><author><name>Georges Hausemer</name><uri>http://www.blogger.com/profile/07721046962057225130</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://3.bp.blogspot.com/_Yub5V01uKkU/SwA4O9zNv-I/AAAAAAAAAA8/_yL9MyjrM8M/S220/Georges+Hausemer+(Photo+Susanne+Jaspers).JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7850048448846271534.post-4506008590029320883</id><published>2011-11-13T10:21:00.000-08:00</published><updated>2011-11-13T10:21:38.116-08:00</updated><title type='text'>P. O. BOX (9): KLEINE, DUMME LUXEMBURGER</title><content type='html'>Esch-au-Lac. Dieser Tage erschien in der Wochenzeitung „Le Jeudi“ (vom 10. November 2011) ein Dossier über die Rolle und Bedeutung der französischsprachigen Zeitungen in der luxemburgischen Presselandschaft der letzten hundert Jahre. Darin war ein Satz zu lesen, der merkwürdigerweise bislang noch nirgendwo kommentiert oder auch nur erwähnt wurde. Der Satz, ein nicht näher erläutertes und auch nicht mit Quellenangaben versehenes Zitat, lautet: „Quand un petit Luxembourgeois s’exprime en allemand, il entre dans une maison de plain-pied, située dans sa rue. Quand il parle français, il s’ouvre au monde.“&lt;br /&gt;Ein äußerst bedenklicher, problematischer, eigentlich unerhörter Satz. Unterstellt er doch, kurz gesagt, all jenen einheimischen Autoren, die nicht Französisch, sondern „nur“ Deutsch (und eventuell Luxemburgisch) schreiben, bis heute im Provinziellen stecken geblieben zu sein. Während nur jene Landsleute, die sich wie Molière, Sartre und Houellebecq auszudrücken pflegen, imstande seien, ihre kleine, enge und, so das „sous-entendu“, intellektuell beschränkte Heimat zu verlassen, sich der Fremde zu öffnen, kosmopolitische Gesinnung zu zeigen.&lt;br /&gt;Gelinde gesagt: eine Frechheit! Zumal sie aus der Feder von jemandem stammt, der eigentlich wissen müsste, dass die Maxime, die besagt, der Deutsch und/oder Luxemburgisch Schreibende bliebe gezwungenermaßen im Mief seiner bäuerlich-kleinbürgerlichen, geistfernen Herkunft gefangen und nur der Frankophile und Frankophone sei imstande, sich der großen weiten Welt zu stellen, dass diese Maxime spätestens seit den frühen 1980er Jahren völlig abgelutscht ist und sich mit dem Erscheinen der ersten Romane von Guy Rewenig und Roger Manderscheid auf „Lëtzebuergesch“ erledigt hat.&lt;br /&gt;Ein guter alter Freund, den ich mit besagtem Statement konfrontierte, meinte, es könne eigentlich nur von einem „grand con français“ getätigt worden sein, denn wer sonst würde sich wohl erlauben, von einem „petit Luxembourgeois“ zu sprechen? Nun, leider hat mein Freund Unrecht. Die realitätsfremde und wirklichkeitsverfälschende Aussage stammt von einem Luxemburger und ist obendrein ein Beleg dafür, dass die oft auch für Ausländer nur schwer erträgliche Arroganz „à la française“ nicht nur in Pariser Politiker- und Intellektuellenkreisen grassiert. Der Name des Urhebers: Frank Wilhelm, seines Zeichens Französisch-Professor an der Fakultät für Sprachwissenschaften und Literatur, Geisteswissenschaften, Kunst und Erziehungswissenschaften der Universität Luxemburg. Zudem firmiert Frank Wilhelm – und das macht seine Ansichten noch dubioser – als der für Luxemburg-spezifische Aspekte zuständige Direktor des Studiengangs „Master en études franco-allemandes: communication et coopération transfrontalières“ – eines Studiengangs übrigens, dessen Namen und detaillierter Beschreibung auch auf der deutschsprachigen Internetseite der Uni Luxemburg keine Übersetzung aus dem Französischen zuteil wird. Was muss man aus all dem schließen? Und was hindert uns daran, die Meinung, die Professor Wilhelm schon vor zehn Jahren erstmals zum Besten gab, einmal ausführlich zu diskutieren?      &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;P. S.: Wann geben die Veranstalter eigentlich die Resultate des diesjährigen Nationalen Literaturwettbewerbs bekannt? Gesucht wurden/werden die besten Gedichtsammlungen, für die das nicht nur in Sachen Literatur lächerlich inkompetente Kulturministerium einen ersten Preis von lächerlichen 1.500 € und mehrere noch lächerlich geringer dotierte Neben- und Spezialpreise ausgelobt hat. Hat sich überhaupt jemand an dem Wettbewerb beteiligt? Wenn meine Erinnerungen mich nicht trügen, war von verschiedenen Seiten empfohlen worden, den einst angesehenen, inzwischen leider zu einer Farce degradierten Wettbewerb schlichtweg zu boykottieren, aus Protest gegen das unerträgliche, autoren-, buch- und literaturfeindliche Gehabe einzelner Entscheidungsträger in besagtem Ministerium.&lt;br /&gt;© Georges Hausemer&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7850048448846271534-4506008590029320883?l=hausemer.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://hausemer.blogspot.com/feeds/4506008590029320883/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://hausemer.blogspot.com/2011/11/p-o-box-9-kleine-dumme-luxemburger.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7850048448846271534/posts/default/4506008590029320883'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7850048448846271534/posts/default/4506008590029320883'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://hausemer.blogspot.com/2011/11/p-o-box-9-kleine-dumme-luxemburger.html' title='P. O. BOX (9): KLEINE, DUMME LUXEMBURGER'/><author><name>Georges Hausemer</name><uri>http://www.blogger.com/profile/07721046962057225130</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://3.bp.blogspot.com/_Yub5V01uKkU/SwA4O9zNv-I/AAAAAAAAAA8/_yL9MyjrM8M/S220/Georges+Hausemer+(Photo+Susanne+Jaspers).JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7850048448846271534.post-6979287866621545492</id><published>2011-09-05T13:41:00.000-07:00</published><updated>2011-09-05T13:41:20.532-07:00</updated><title type='text'>WIE SCHREIBE ICH? (1):  MAL WIE HANDKE, MAL WIE ILDIKÓ VON KÜRTHY</title><content type='html'>Neugier ist ein elementarer Wesenszug des Menschen. Eitelkeit ebenso, zumal, wenn einer sich künstlerisch betätigt, etwa mit selbstverfassten Texten an die Öffentlichkeit geht. Von den Lesern erwartet er sich eine Reaktion, doch wenn er weder Tadel noch Kritik und schon gar keinen flotten Verriss erträgt, tut er besser daran, seine Hervorbringungen im Privatsafe verschlossen zu halten. Wie und wo also kann ich für meine Texte eine unbestechliche Bewertung erstellen lassen, ohne herbe Enttäuschungen, gar ewigen Gesichtsverlust befürchten zu müssen?&lt;br /&gt;Im Internet haben Schreiber seit kurzem die Möglichkeit, sich anonym einer wertenden Instanz auszuliefern und eigene Textbeispiele mittels komplizierter, ebenfalls undurchschaubar bleibender Algorithmen mit den Schreibstilen berühmter Schriftsteller vergleichen zu lassen. Auf der Homepage der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ lockt folgende Einladung auf ein verführerisches Programm: „Ich schreibe wie … Franz Kafka? Oder eher wie Ildikó von Kürthy, Ingeborg Bachmann, Maxim Biller? Oder schreibe ich wie Goethe? Wenn Sie wissen wollen, ob Sie Stil haben und wenn ja: welchen – dann gibt es jetzt endlich eine absolut sichere und unbestechliche Messmethode. Was auch immer Sie schreiben, ob Briefe, E-Mails, Blogeinträge oder Tagebuch: Geben Sie den Text ins Feld unten ein. Je länger Ihr Text, desto zuverlässiger das Ergebnis. Klicken Sie nun den Button ‚Analysieren’ an. Innerhalb weniger Sekunden wird Ihnen unsere Maschine die Diagnose stellen. Ich schreibe wie …“&lt;br /&gt;Nach welchen Parametern besagte Messmethode funktioniert, welche Kriterien bei der Beurteilung der Texte angewandt werden und wie die Vergleiche mit den Werken der bekannten Vorbilder genau zustande kommen, das alles wird nirgendwo verraten. Nur, dass die F.A.Z.-Maschine sich an dem englischsprachigen „WriteLike“-Vorbild (http://iwl.me) von „Coding Robots“ orientiert, ein junger Russe namens Dmitry Chestnykh die entsprechende Software entwickelt hat und die Eingaben der User nicht gespeichert werden.&lt;br /&gt;Also los! Seit mehr als 30 Jahren setze ich denen, die das lesen wollen, meine Texte vor: Erzählungen, Romane, manchmal auch Gedichte, aber vor allem Reisebücher, Artikel und Reportagen zu allen möglichen Themen. Nur Reaktionen darauf bleiben meistens aus. In all der Zeit hat niemand mir gesagt, wie ich schreibe und mit wem ich mich und meine Texte gegebenenfalls vergleichen könnte – abgesehen von ein paar Kritikern, die naturgemäß und im Idealfall ihre subjektive Meinung äußern. Von Objektivität keine Spur. Wie gut, dass es nun diese Maschine gibt, die meine Texte prüft – und zwar in Sekundenbruchteilen. Ich brauche in den Kasten, über dem „Geben Sie hier Ihre Textprobe ein“ steht, nur ein paar Beispielsätze zu kopieren und den Button „Text analysieren“ anzuklicken, schon arbeitet der Generator und liefert mir drei Wimpernschläge später eine präzise Antwort.&lt;br /&gt;Klingt kinderleicht. Also kopiere ich zunächst die erste Geschichte aus meinem kürzlich erschienenen Erzählband „Con Dao“ und werfe sie dem mysteriösen Programm in den Schlund. Im Handumdrehen hat der Automat die immerhin gut sechs Buchseiten lange und in Thailand spielende Beziehungsstory wissenschaftlich untersucht und spuckt prompt das Resultat aus: „Ich schreibe wie ... Uwe Johnson!“ &lt;br /&gt;Warum? Wieso? Weshalb? Keine Ahnung. Eine Begründung des Befunds wird nicht mitgeliefert. Auch ich selbst bin außerstande, eine irgendwie einleuchtende Beziehung zwischen meiner Kurzgeschichte und Uwe Johnson herzustellen. Von diesem Autor, der überdies bereits länger tot ist, kenne ich zwar einige Buchtitel und obendrein ein paar Details aus seinem Leben (er soll etwas mit Ingeborg Bachmann gehabt haben!), aber ich habe keinen einzigen seiner Romane vollständig gelesen.&lt;br /&gt;Zweiter Versuch. Noch ein Auszug aus „Con Dao“, diesmal ein stilistisch etwas gewagterer, eher in Richtung innerer Monolog gehend, durchsetzt von den wirren Erinnerungsfetzen eines Protagonisten, der offenbar unter Drogen steht. Copy &amp; paste – schon hab ich’s schwarz auf weiß: „Ich schreibe wie ... Melinda Nadj Abonji!“&lt;br /&gt;Wie bitte? Na gut, den Namen der Jungautorin habe ich schon mal gehört; ihr Erstlingswerk, das 2010 mit dem Deutschen Buchpreis ausgezeichnet wurde, allerdings nicht gelesen. Und die gilt bereits als Referenz? Sie scheint, obwohl sie erst ein einziges Buch veröffentlicht hat, jedenfalls schon mit den literarischen Größen mithalten zu können, die auf der Startseite des F.A.Z.-Spielchens groß mit Foto abgebildet sind: Thomas Mann, Günter Grass, Heinrich Böll, Ingeborg Bachmann, Daniel Kehlmann und natürlich auch die derzeit wieder auf allen Kanälen piepsende Charlotte Roche. Erst als der Name Melinda Nadj Abonji als Bezugsperson einer weiteren „Con Dao“-Geschichte auftaucht, schaue ich genauer hin. Rechts neben dem Fenster mit dem Urteilsspruch taucht die Nachwuchsautorin noch einige Male auf, weil dort in Wort und Bild für ihren Romanerstling geworben wird. Dazu passt, dass unter dem Textkasten auf die – natürlich äußerst positiv ausgefallene – Rezension hingewiesen wird, die, oh heiliger Zufall, unlängst in der F.A.Z. zu genau diesem Debütroman erschienen ist.&lt;br /&gt;Was ist faul an dieser Sache? Mein letzter „Con Dao“-Test endet mit der Feststellung: „Ich schreibe wie ... Peter Handke!“ Nicht besonders originell, aber ..., nun gut. Gleichzeitig zeigt die Tabelle auf der rechten Bildseite nicht weniger als 944 Suchergebnisse zum Stichwort „Peter Handke“ an und verweist auf stattliche 24 F.A.Z.-Besprechungen über die jüngsten Publikationen des nicht unumstrittenen Österreichers.&lt;br /&gt;Aber so leicht lasse ich mich nicht von einem Computerprogramm ins Bockshorn jagen! Nächster Testlauf. Sechs bislang unveröffentlichte Kurzprosastücke, „Sekundenromane“, wie ich diese Art Texte für mich nenne. Resultat: „... wie Melinda Nadj Abonji!“ Und wessen Stil ähnelt die explizit erotische, fast schon ins Pornografische driftende Short Story, die ich anschließend eingebe? Natürlich: Melinda Nadj Abonji!&lt;br /&gt;Erst als die verfluchte Maschine mit meiner kleinen, leicht satirisch angehauchten Sommerreportage über einen einheimischen Campingplatz gefüttert wird, ändert sie plötzlich ihre Meinung. Nun schreibe ich wie ... Ildikó von Kürthy! Oh mein Gott, langsam wird’s peinlich. Wenigstens liefert die Suche nach Büchern dieser Trivialtante nur 204 Ergebnisse; und nicht mit einer einzigen Rezension erweist das Frankfurter Intelligenzblatt sich ihrer gnädig.&lt;br /&gt;Schnell weiter. Mit einer Reisereportage über Chile, die vor einigen Monaten in derselben F.A.Z. abgedruckt war, lande ich erneut bei Melinda, während mir ein Bericht über den Bazar in der Altstadt von Damaskus vor den syrischen Unruhen einen unverhofften Vergleich mit Günter Grass einbringt. Eher perplex bin ich, als ein Auszug aus meinem nächsten Buch, einer im kommenden Oktober erscheinenden Geschichten- und Rezeptsammlung zur italienischen Küche in Luxemburg, mich mit Sigmund Freud verbindet. Habe ich das Werk des Wiener Psychoanalytikers bisher nicht in seiner ganzen Bandbreite erfasst? Verfasste Freud etwa ebenfalls Kulinaria?&lt;br /&gt;Dieses absurde Ergebnis bringt mich auf eine Idee. Wie wäre es, wenn ich nicht nur eigene, sondern auch Texte von Kollegen analysieren lassen würde? Etwa eine Geschichte von Jhemp Hoscheit, zu der ich Zugang habe, weil mein Freund Jhemp sie mir für ein Anthologie-Projekt per E-Mail übermittelt hat. Mit diesem Text kann ich, hinterlistig wie ich manchmal bin, die Maschine einmal so richtig auf die Probe stellen, denn er wurde auf Luxemburgisch geschrieben. Das Resultat ist enttäuschend. Auch Jhemp Hoscheit schreibt wie ... Melinda Nadj Abonji. Während der Stil von Guy Helminger, von dem ich eine Kurzgeschichte aus dem Internet kopiere, mit dem von Ulla Hahn verglichen wird, die mit ihren oft süßlichen Sachen nicht selten in Kitschverdacht steht. Sorry Guy, aber mit Ildikó von Kürthy in einen Topf geworfen zu werden, ist noch schlimmer, nicht wahr? Und was soll denn unsere junge, ausschließlich Französisch schreibende Kollegin denken, von der ich aus lauter Nichtsnutz eine Handvoll poetischer Kindheitserinnerungen mit lyrischen Einschüben ins Netz gesetzt habe und über die ich anschließend beinahe bestürzt lesen muss, sie schriebe wie ... Karl Marx (von dem weiter rechts übrigens sagenhafte 6.111 Suchergebnisse angezeigt werden).                          &lt;br /&gt;Alles Zufall? Gewiss, aber gleichzeitig auch mehr als bloß ein lustiger Zeitvertreib für Schreiberlinge auf der Suche nach Bauchpinseleien. Offenbar geht es auch bei Unternehmen wie der gemeinhin als seriös geltenden F.A.Z. in erster Linie ums Geschäft. Mit der Eitelkeit der Menschen ist halt gutes Geld zu verdienen. Doch zum Glück gibt es seit kurzem das „BlaBlaMeter“.&lt;br /&gt;Dieses Programm (www.blablameter.de) verrät nicht nur tatsächlichen und vermeintlichen Schriftstellern, sondern auch PR-Profis, Politikern, Beratern, Werbetextern, Professoren und Studenten, wie viel heiße Luft sich in ihre Texte geschlichen hat. Das Prinzip ist das gleiche: Man kopiert eine Passage in das freie Feld, klickt auf den Analyse-Button und lässt den sogenannten Bullshit-Index ermitteln. Auf diese Weise erfährt der Proband zwar nicht, wer vor ihm schon vergleichbaren Blödsinn zu Papier gebracht hat. Dafür verrät ihm die Maschine, ob sein Text keine, sehr geringe, etliche oder bereits erhebliche Hinweise auf „Bullshit“-Deutsch enthält. Was letzten Endes jedenfalls sinnvoller ist als das Wissen, ob man sich mit Handke und Grass eventuell brüsten darf oder eher mit Ildikó, Ulla und Melinda schämen sollte. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Eine leicht gekürzte Fassung dieses Textes erschien &lt;br /&gt;am 3./4. September im TAGEBLATT, Esch/Alzette&lt;br /&gt;© Georges Hausemer&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7850048448846271534-6979287866621545492?l=hausemer.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://hausemer.blogspot.com/feeds/6979287866621545492/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://hausemer.blogspot.com/2011/09/wie-schreibe-ich-1-mal-wie-handke-mal.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7850048448846271534/posts/default/6979287866621545492'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7850048448846271534/posts/default/6979287866621545492'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://hausemer.blogspot.com/2011/09/wie-schreibe-ich-1-mal-wie-handke-mal.html' title='WIE SCHREIBE ICH? (1):  MAL WIE HANDKE, MAL WIE ILDIKÓ VON KÜRTHY'/><author><name>Georges Hausemer</name><uri>http://www.blogger.com/profile/07721046962057225130</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://3.bp.blogspot.com/_Yub5V01uKkU/SwA4O9zNv-I/AAAAAAAAAA8/_yL9MyjrM8M/S220/Georges+Hausemer+(Photo+Susanne+Jaspers).JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7850048448846271534.post-3643137272920491920</id><published>2011-08-08T13:29:00.001-07:00</published><updated>2011-08-08T13:29:52.016-07:00</updated><title type='text'>OP DER RULL (17): DER SOMMER DER ANDERN</title><content type='html'>Neid nagt an mir, während ich mal wieder hier hocke, mit dem Hintern im Schlamm und Nässe bis zum Kinn in diesem virtuellen mitteleuropäischen Hochsommer. Vor Kälte bibbernd, stelle ich mir meine unwahrscheinlichen Leser vor. Sie sitzen irgendwo rund ums Mittelmeer, mit den Zehen im wahrscheinlich ungesund aufgeheizten Sand spielend. In der einen Hand einen Barracuda-Cocktail (Orangensaft mit Amarulla-Likör und geriebener Muskatnuss), von Papierschirmchen gekrönt; in der andern eine Tube Sonnencreme, vielleicht sogar ein nicht zu schweres (Materialgewicht!) Taschenbuch, in das sie hin und wieder einen blinzelnden Blick werfen. Von den Bars und Caféterrassen längs der Strandpromenade wabert Musik herüber – Katy Perrys „Firework“ oder, wahrscheinlicher, Caro Emerald mit „A Night Like This“, bei der niemand (Wasserschweine schon gar nicht) weiß, ob sie frühere Hits nachsingt oder ihre neuen Lieder nur auf alt getrimmt sind –, ein schmeichelndes Lüftchen vom Wasser her, nichts Bedrohliches, nichts Vergleichbares mit dem, was unsereins sich antut, als Reaktion auf diesen Sommer, der nur für die andern da zu sein scheint. Fragen zum Beispiel: „Wer von uns hatte nie sein gelobtes Land? Seinen grandiosen Tag? Seine Sehnsucht nach Exil?“ Dazu ebenfalls eine musikalische Kulisse, aber was für eine! Post-Postrock, falls es diese Richtung zur Zeit von „Yanqui U. X. O.“ überhaupt schon gab. Ein ziemlich brutales Werk der kanadischen Gruppe Godspeed You! Black Emperor – einer ihrer Hammersongs müsste eigentlich als Nationalhymne aller Capybara-Herden fungieren, falls diese eine solche denn jemals nötig hätten. Aber wofür?&lt;br /&gt;Bleibt also nur dieser Sommer, der Sommer der andern, ein Sommer voller – Achtung: Schadenfreude! – erbärmlich stinkender Giftalgen und gefährlich nässender Schirmquallen, mit denen unsere lieben Nachbarn sich herumplagen müssen. Ich teile den Trost der Medusen mit Manuel Rodríguez Rivero, den hierzulande niemand kennt, zum Glück. Während ich mir, klamm bis auf die Knochen, das Moos aus den Achseln kratze und die Flechten von den Schwimmenhäuten zwischen den Zehen, sitzt mein Schicksalsgenosse fröhlich in seinem Ohrensessel und fabuliert besserwisserisch: Almayers Wahn, Augustlicht, Dark House – wer kennte sie nicht? Auch Rodríguez Rivero hält einen Drink in der Hand, Gimlet nennt er ihn, ein Shortdrink aus Gin und Lime Juice Cordial angeblich (was weiß ein Chiguïre schon von alkoholischem Gesöff?), verliert darüber aber kein einziges Wort. Stattdessen wirft er sich kulinarisch in die Brust. Regt sich herrlich darüber auf, dass die kürzliche Schließung seines meistgehassten Restaurants El Bulli von einem publizistischen Gedröhne sondergleichen begleitet wurde. Von nicht weniger als drei Dutzend Glossen, Kommentaren, Analysen und Kondolenzbezeugungen, die unsereins eh nie zu Gesicht bekommen wird, die aber deswegen nicht weniger zutreffend beziehungsweise überflüssig sind. &lt;br /&gt;Komm, Manuel! Komm endlich runter von deinem wolkenähnlich schwebenden Sitzmöbel! Frag dich nicht länger: Würde Cervantes, wenn er heute lebte, öffentlich verkünden, dass er endgültig zu schreiben aufhört? Würde Shakespeare zu einer Pressekonferenz einladen, um mitzuteilen, dass keine weiteren Dramen von ihm zu erwarten sind? Dass Mahler sich auf eine einsame Insel zurückzieht und nur noch, wie später Nabokov, Schmetterlinge jagt? Dass Picasso eines Tages die Ateliertür knallend hinter sich zuzieht und im Zorn für immer verschwindet?&lt;br /&gt;Aufgepasst! Überall planschen Medusen herum, sogar im Brackwasser, das sich unter den Hängebäuchen von Wasserschweinen sammelt. Da nützt es dann nichts mehr, dass tausend Jahre alte Affenbrotbäume wie riesige Urtiere aussehen und in einer grünen Wand aus Kokospalmen, Bambusstauden und Takamaka (siehe Amarulla-Cocktail!), afrikanischen Tulpenbäumen, stehen. Dass dazwischen Orchideenblüten leuchten, man Jakobsfrüchte (siehe Santiago de Compostela – „Sternenfeld“ – und „pulpo gallego“) entdeckt, groß und schwer wie Medizinbälle. Dass aus dem Laubdach die hellen Grunzlaute der Makis, einer dort heimischen Lemurenart, dringen. Vor dem Galeriewald mehlfeiner, karamellbrauner Sand, ein stiller Strand, beidseitig eingerahmt von pechschwarzem Lavageröll ... Unsere lieben Nachbarn, Freunde und Verwandten schaffen’s sowieso nur bis an die Côte d’Azur, wenn überhaupt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;PS: Wussten Sie übrigens, dass mit „capoeira“ nicht nur ein brasilianischer Kampftanz gemeint ist, sondern auch ein Schafstall in Galicien, einer hauptsächlich von toten Heiligen und noch zu Lebzeiten wutrot angelaufenen Krakenessern besiedelten Gegend im äußersten Nordwesten Spaniens?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;© Georges Hausemer&lt;br /&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7850048448846271534-3643137272920491920?l=hausemer.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://hausemer.blogspot.com/feeds/3643137272920491920/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://hausemer.blogspot.com/2011/08/op-der-rull-17-der-sommer-der-andern_08.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7850048448846271534/posts/default/3643137272920491920'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7850048448846271534/posts/default/3643137272920491920'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://hausemer.blogspot.com/2011/08/op-der-rull-17-der-sommer-der-andern_08.html' title='OP DER RULL (17): DER SOMMER DER ANDERN'/><author><name>Georges Hausemer</name><uri>http://www.blogger.com/profile/07721046962057225130</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://3.bp.blogspot.com/_Yub5V01uKkU/SwA4O9zNv-I/AAAAAAAAAA8/_yL9MyjrM8M/S220/Georges+Hausemer+(Photo+Susanne+Jaspers).JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7850048448846271534.post-6494885542953701626</id><published>2011-08-08T13:25:00.000-07:00</published><updated>2011-08-08T13:25:39.278-07:00</updated><title type='text'>OP DER RULL (16): DELIZIA!</title><content type='html'>„Möge die Erde ihm leicht sein“ – diesen hoffnungsfrohen Satz schickt der Verlag seinem Autor Patrick Leigh Fermor hinterher, der unlängst, 96-jährig, in Griechenland verstorben ist.&lt;br /&gt;Wasserschweine aber bleiben – voraussichtlich – noch eine Weile. Sie kommen soeben von einem wochen-, was sage ich: einem monatelangen Italien-Trip zurück. Sind eigentlich noch gar nicht wieder richtig zuhause gelandet. Haben die gespaltenen Füße noch nass von Tiber, Arno und Isonzo, die Schnauze noch feucht und hellrot von zu viel Tomatensauce, die Wampe noch prall von all den Nudeln und kiloweise Polenta, den Schädel noch wirr von Sardinen und Sardellen, Schwarte und Speck, Cassata und Casata. &lt;br /&gt;Ups! Tschuldigung, der Rülpser war nicht so gemeint.&lt;br /&gt;Nun also naht allmählich das Ende des großen kulinarischen Projekts. Die Sommerpause. Die Erholungsphase. Und was muss Capybara nach seiner Rückkehr ins Land der Nicht-nur-Italiener sehen? Lauter Frauen mit riesigen Klobrillen-Brillen, ob die Sonne scheint oder der Himmel voller Wolken hängt, keine der Damen will ihr monströses Gestell von der Nase nehmen, die finden die Dinger wohl cool, oder was?&lt;br /&gt;Was wünschen Wasserschweins sich folglich? Natürlich: die baldige Rückkehr in die Polenta-Gebirge und Pasta-Hügel, ins liebliche Land der Tomatensauce-Seen und ... (abgebrochen).&lt;br /&gt;©  Georges Hausemer&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;&lt;img src="http://sites.internet.lu/folders/hausemergeorges/images/CG16_7.8.2011.JPG" width="320" height="240"&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;©  Georges Hausemer&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7850048448846271534-6494885542953701626?l=hausemer.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://hausemer.blogspot.com/feeds/6494885542953701626/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://hausemer.blogspot.com/2011/08/op-der-rull-16-delizia.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7850048448846271534/posts/default/6494885542953701626'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7850048448846271534/posts/default/6494885542953701626'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://hausemer.blogspot.com/2011/08/op-der-rull-16-delizia.html' title='OP DER RULL (16): DELIZIA!'/><author><name>Georges Hausemer</name><uri>http://www.blogger.com/profile/07721046962057225130</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://3.bp.blogspot.com/_Yub5V01uKkU/SwA4O9zNv-I/AAAAAAAAAA8/_yL9MyjrM8M/S220/Georges+Hausemer+(Photo+Susanne+Jaspers).JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7850048448846271534.post-1835627129647625558</id><published>2011-01-23T12:50:00.000-08:00</published><updated>2011-01-23T12:50:01.700-08:00</updated><title type='text'>OP DER RULL (15): VON MEEREN UND MENSCHEN</title><content type='html'>Wasserschweine sind Wasserwesen. Wer könnte, bei dem Namen, auch anderes über sie denken. Folglich kennt Capybara in seinem bisherigen Leben ein Bedauern nur: Immer schon hätte er sich gern stärker auf die Meere eingelassen, hätte sich auf sie spezialisieren wollen, wie andere Welten-, Park- und Sumpfwanderer auf die Winde, hätte gern die an die jeweiligen Landesränder und Inselküsten grenzenden Meere auswendig gelernt, hätte gern Verbrüderung mit den Ozeanen gefeiert, Freundschaft mit Golfen, Meerbusen und Fjorden geschlossen. Doch schon als Kleintier musste er, wie jedes andere Tierkind auch, gewisse Regeln beachten: Mittagsschlaf, Distanz zu Klippen, höllische Achtung vor Hochwasser, Schutz vor Winden, die an Palmen rütteln, an Bretterverschlägen, an Zäunen, Gittern, Käfigen. Vor allem aber musste er: schwimmen lernen. Mit den Pfoten das Nass treten, mit dem Stummelschwänzchen steuern, mit der platten Nase die jeweiligen Richtungen anzeigen lernen.&lt;br /&gt;Manche behaupten, Wasserschweine hielten, weil sie sind, was sie sind, nichts von Begriffen wie Gefühl, Geist, Wille, Bewusstsein. Aber das stimmt nicht. Richtig ist vielmehr, dass nicht das Tier, sondern der Mensch ein Irrläufer der Evolution ist, ein zugleich intelligenter Störfaktor und saudummer Zerstörer, dessen Eitelkeit es ihm unmöglich macht, eine Außenperspektive zu sich selbst einzunehmen. Dazu im Vergleich der Molch, der – bei Hebel ist’s – unten im Brunnen hockt. Klagt er, beschwert er sich, verspürt er Langeweile in seinem feuchten Element, obwohl er noch nie etwas von den Demonstrationen in Tunis, Kairo und Algier sowie von der überstürzten Flucht des Königs von Tunesien gehört oder gelesen hat, von Steinigungen in Teheran, Attentaten in Texas? Nun gut, auch Wasserschweine können, sofern sie nicht die allertollsten Körperakrobaten sind, nicht in den Brunnen hinabsteigen und den Molch um seine Meinung fragen, er würde eh nicht antworten, denn auch er hat seinen Stolz. &lt;br /&gt;Wie die Meere. Auch sie müssen niemandem etwas beweisen. In ihnen finden die Sehnsucht und die Verlorenheit zusammen, das Verstreute, das Nichts und die absolute Leere. Die Stimmen der Meere sind Seufzer der Zeit. Die Bewegungen ihrer Wellen, ihrer Haut, ihrer Gedärme perfekte Augenblicke. Capybara dankt dafür, sie erleben zu dürfen. Amen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;© Georges Hausemer&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;&lt;img src="http://sites.internet.lu/folders/hausemergeorges/images/k-CG23012011Hausemer.JPG" width="320" height="240"&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;©  Georges Hausemer&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7850048448846271534-1835627129647625558?l=hausemer.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://hausemer.blogspot.com/feeds/1835627129647625558/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://hausemer.blogspot.com/2011/01/op-der-rull-15-von-meeren-und-menschen.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7850048448846271534/posts/default/1835627129647625558'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7850048448846271534/posts/default/1835627129647625558'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://hausemer.blogspot.com/2011/01/op-der-rull-15-von-meeren-und-menschen.html' title='OP DER RULL (15): VON MEEREN UND MENSCHEN'/><author><name>Georges Hausemer</name><uri>http://www.blogger.com/profile/07721046962057225130</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://3.bp.blogspot.com/_Yub5V01uKkU/SwA4O9zNv-I/AAAAAAAAAA8/_yL9MyjrM8M/S220/Georges+Hausemer+(Photo+Susanne+Jaspers).JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7850048448846271534.post-7873899203608884279</id><published>2011-01-15T07:41:00.000-08:00</published><updated>2011-01-15T07:41:01.325-08:00</updated><title type='text'>OP DER RULL (14): EHEMALS ATLANTIS</title><content type='html'>Wie Wasserschweine halt so sind, gelegentlich: Hängen mit der Schnauze im westseitigen Atlantik, lassen den Bauch genüsslich über den dschungelähnlichen Krater des Vulkans mit dem schönen Namen San Antonio baumeln und schlagen wütend mit dem Schwänzchen nach den ost- und südseitigen Nachbarinseln. Nichts für ungut, so lassen ein Winter, zwei wechselnde Jahre und drei bis vier heimatferne Wochen sich einigermaßen aushalten. Dabei, auf den flüchtigen Blick durch die Sonnenbrille hin, Trägheit vortäuschend, aber im Grunde schwer am Überlegen und Planen. Was der nächste Sonnenaufgang wohl bringen wird, der bevorstehende Abstecher ins inselumspannende Bananenstaudenlabyrinth, die genaue Beobachtung der ahnungslosen Passanten auf der Plaza de España von Los Llanos de Aridane, Richtung Calle Real, die bis vor kurzem noch nach General Francisco Franco benannt war und nun ins andere, ins königliche Extrem gefallen ist.&lt;br /&gt;Passanten also: Paare, Einzelgänger, Alte, mit und ohne Hund, Knochengestelle und Fettleiber (Letztere durchaus keine neuzeitliche Erscheinung, denn bereits 1590 schrieb ein gewisser Leonardo Torriani über die Bewohner von La Palma: „Diese waren weißere und dickere Menschen als die anderen Inselbewohner“), unfreiwillige Verströmer der scharfen Gerüche, die aus den offenstehenden Fenstern der umliegenden Restaurantküchen wabern. Mitten unter ihnen allen: Capybara, von der nächtlichen Feuchtigkeit noch bibbernd, gleichzeitig schon von der Morgensonne ermattet. Warum Señor Chiguire sich dennoch recht wohl fühlt im Schatten der indischen Lorbeerbäume auf dem Zentralplatz? Ringsum entdeckt er Gesichter, vernimmt er Stimmen, Töne und Geräusche, die ihn an sein erstes, sein eigentliches Heimatland erinnern: Venezuela. Auch die Hunde Makaronesiens, der Glücklichen Inseln, kommen Capybara bekannt vor: wilde, räudige, herrenlose Köter, die offenbar nichts Besseres zu tun haben, als mit ihrem Gekläffe und Gejaule den im Moment noch intakten Ruf des Eilands zu ruinieren, von dem manche behaupten, es sei einst als Atlantis untergegangen und irgendwann später als westlichste Insel der Kanaren aus den Meeresfluten wiederauferstanden.&lt;br /&gt;Geschichten, wie die ruhelosen, nach Wärme und Erklärungen gierenden Wasserschweine sie zwar lieben, aber dafür noch lange nicht glauben.&lt;br /&gt;© Georges Hausemer&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;&lt;img src="http://sites.internet.lu/folders/hausemergeorges/images/k-Bananenstaudenlabyrinth.jpg" width="320" height="240"&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;©  Georges Hausemer&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7850048448846271534-7873899203608884279?l=hausemer.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://hausemer.blogspot.com/feeds/7873899203608884279/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://hausemer.blogspot.com/2011/01/op-der-rull-14-ehemals-atlantis.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7850048448846271534/posts/default/7873899203608884279'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7850048448846271534/posts/default/7873899203608884279'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://hausemer.blogspot.com/2011/01/op-der-rull-14-ehemals-atlantis.html' title='OP DER RULL (14): EHEMALS ATLANTIS'/><author><name>Georges Hausemer</name><uri>http://www.blogger.com/profile/07721046962057225130</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://3.bp.blogspot.com/_Yub5V01uKkU/SwA4O9zNv-I/AAAAAAAAAA8/_yL9MyjrM8M/S220/Georges+Hausemer+(Photo+Susanne+Jaspers).JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7850048448846271534.post-8187244923455358623</id><published>2010-12-09T09:15:00.000-08:00</published><updated>2010-12-09T09:18:30.996-08:00</updated><title type='text'>P. O. BOX (8)</title><content type='html'>Esch-au-Lac. Soeben ist die Jubiläumsausgabe der kleinen, aber feinen spanischsprachigen Literaturzeitschrift „abril“ erschienen, die seit 1991 zweimal jährlich von einer Gruppe engagierter EU-Übersetzer in Luxemburg herausgegeben wird. Gratulation! Solcher Ausdauer, solchem Engagement, solchem Wissen und Können muss gerade hierzulande aus Leibeskräften applaudiert werden. ¡Enhorabuena, amigos! Nur: Warum sieht die kürzlich aus der Druckerpresse gekommene Nummer 40 von „abril“ wie ein Sarg aus? Das Cover schwarz wie die düsterste Winternacht. Darauf kein einziger Buchstabe. Kein Titel, keine Zahl, weder auf dem vorderen Cover noch auf dem Rücken und auch nicht auf der 4. Umschlagseite. Alles nur schwarz! Kohlrabenschwarz, zappenduster, finster, ohne den leisesten Lichtblick, kein Farbton, der das Auge erfreut, kein Buchstabe, der Erhellung bringt. Sondern ein schmales Bändchen, in Trauer gewickelt, ein Büchlein wie eine Todesanzeige.&lt;br /&gt;Ob dieses gruftige Design wohl einen tieferen Sinn hat? Ob der Käufer und hoffentlich auch spätere Leser bereits vom Äußeren her auf den Inhalt der 40. „abril“-Ausgabe schließen soll, der diesmal ausschließlich von 18, teils ganz-, teils teilluxemburgischen Autorinnen und Autoren bestritten wird, von Poetinnen und Romanciers, Erzählern und einer Vorwortverfasserin, das Ganze, passenderweise, illustriert mit Werken von Andrés Lejona, dem zweifellos spanischsten aller luxemburgischen Fotografen? Nein, man soll, man darf dem rührigen José Holguera und seinen nicht weniger fleißigen Redaktionskollegen keine böswilligen Absichten unterstellen – auch wenn sie ihrem Korrektor diesmal manch peinlichen Flüchtigkeitsfehler durchgehen ließen. So pessimistisch, so trüb, trost- und hoffnungslos, wie besagter Umschlag vermuten lässt, sind die ausgewählten und ins Kastilische übersetzten Texte gar nicht. Aber vielleicht ist dieses kleine „Schwarzbuch“ der luxemburgischen Gegenwartsliteratur in einer ganz anderen, von den Machern eher ungewollten Hinsicht symptomatisch für die gegenwärtige Literaturszene und die zum Teil unsäglichen Diskussionen, die auf der heimischen Bücher- und Schreiberbühne derzeit geführt werden. Mit literarischen Inhalten, Themen, Stoffen, Stilen und Formen haben diese (Pseudo-)Debatten nichts zu tun, leider. Stattdessen geht es bei den Streitereien der letzten Monate vorwiegend um außerliterarische Formalitäten und persönliche Animositäten, um Grabenkämpfe und Gockelgehabe, um Streitlust, Zerstörungswut und Imponiersucht, um Einmischungsversuche diverser Herrschaften, die von dem, was tatsächlich auf dem Spiel steht, nicht die geringste Ahnung haben. Oder wie ist zu verstehen, dass die Chefin jenes Ministeriums, dem die Herausgeber der neuesten „abril“-Nummer für seine „colaboración“, also die Zusammenarbeit – heißt vermutlich: für die finanzielle Unterstützung – danken, kürzlich verlauten ließ, ihre Verwaltung würde in Zukunft als Verleger auftreten und die Gewinnertexte des jährlichen nationalen Literaturwettbewerbs in Buchform veröffentlichen. Mit Verlaub: Ist die Dame nun endgültig von allen guten Kulturgeistern im Stich gelassen worden? Wie soll das denn gehen? Ein Ministerium als Büchermacher? Und wer, bitte, kümmert sich um Lektorat, Vertrieb, Marketing? Welcher ernstzunehmende Autor möchte denn seine Werke unter dem Signet einer staatlichen Behörde veröffentlicht sehen? Erinnert sich noch jemand an die DDR? Wie war das in Rumänien unter Ceausescu? Schon mal was von den Staatsverlagen Chinas und Nordkoreas gehört?      &lt;br /&gt;Apropos nationaler Literaturwettbewerb. Im selben Zusammenhang wurde neulich eine weitere, in der Montée de la Pétrusse ausgebrütete Schnapsidee publik. Künftig soll besagter Wettbewerb nämlich in zwei Alterskategorien unterteilt werden, um, wie von zuständiger, aber leider meistens von Sachkenntnis unbeleckter Stelle behauptet wird, Nachwuchsautoren zwischen 15 und 25 Jahren bessere Gewinnchancen zu bieten. ¡Díos mío! Sind wir hier auf der Pferderennbahn? Oder im Boxring? Wie stellen die ministeriellen Veranstalter sich das denn vor? Wie sollen die Juroren, sofern sie denn überhaupt und auch prinzipiell dazu imstande sind, die Erstergüsse pubertierender Jugendlicher mit einem eventuell bereits reifen Werk eines Jungautors vergleichen, der gegebenenfalls schon ein abgeschlossenes Universitätsstudium hinter sich hat? &lt;br /&gt;Thomas Mann war übrigens erst 23, als er die „Buddenbrooks“ verfasste, während Paulo Coelho auch im gestandenen Mannesalter von 63 nur gequirlten Buchstabenkitsch zustande bringt. Wer lieber auf die Hervorbringungen des Brasilianers verzichten möchte, kann in der neuen „abril“ u. a. einen Auszug aus dem bislang unveröffentlichten Roman „Taumel“ von Nico Helminger lesen. Vorausgesetzt, er versteht Spanisch oder hat jemanden zur Hand, der ihm die entsprechende Rückübersetzung ins Deutsche liefern kann. In besagter Montée de la Pétrusse sollte man nach so jemandem aber besser nicht suchen.&lt;br /&gt;© Georges Hausemer&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7850048448846271534-8187244923455358623?l=hausemer.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://hausemer.blogspot.com/feeds/8187244923455358623/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://hausemer.blogspot.com/2010/12/p-o-box-8.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7850048448846271534/posts/default/8187244923455358623'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7850048448846271534/posts/default/8187244923455358623'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://hausemer.blogspot.com/2010/12/p-o-box-8.html' title='P. O. BOX (8)'/><author><name>Georges Hausemer</name><uri>http://www.blogger.com/profile/07721046962057225130</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://3.bp.blogspot.com/_Yub5V01uKkU/SwA4O9zNv-I/AAAAAAAAAA8/_yL9MyjrM8M/S220/Georges+Hausemer+(Photo+Susanne+Jaspers).JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7850048448846271534.post-6534722421336865732</id><published>2010-11-09T13:10:00.000-08:00</published><updated>2010-11-09T13:10:16.825-08:00</updated><title type='text'>OP DER RULL (13): FRÄULEINWUNDERSEX</title><content type='html'>Zur Ruhe gekommen, aber nur kurz, bloß vorübergehend sozusagen. Und auch nicht vollständig, da der Lärmpegel rundum sich alles andere als gesenkt hat, in letzter Zeit. Ganz und gar im Gegenteil. Es wird gehämmert und gebohrt, geschrien und gebrüllt, getrommelt und posaunt, dass die immerwährende Geräuschkulisse einem auch noch die letzten Lachfältchen aus dem Gesicht bügelt. Von den unschönen Riesenfalten, die so ein Capybara-Fell kurz vor Beginn des Winterschlafs wirft, ganz zu schweigen. Kein überwältigender Anblick, fürwahr. Höchste Zeit, sich mal wieder etwas Vernünftiges auf die Rippen zu futtern.&lt;br /&gt;Dennoch. Seit Tagen hockt das Wasserschwein, mittlerweile nicht nur an den Schläfen völlig ergraut, sondern auch alles andere als herbstlich depressiv und noch gar nicht wintermüde, auf seinem Feigenbaum und wirft mit überreifen, schon etwas muffig riechenden Früchten um sich. Rücksicht kann bei solch munteren Aktionen natürlich nicht genommen werden. Demnach darf es nicht verwundern, wenn versehentlich einmal der oder die Falsche getroffen wird, Kollateralschaden, oder wie nennt man das? &lt;br /&gt;Ach ja, „Fräuleinwunder“ – noch so ein Begriff, der jüngst auch hierzulande Einzug hielt, ohne jemals laut oder auch nur leise hörbar ausgesprochen worden zu sein. Hierzulande, inoffiziell auch Europas einzige offizielle Bananenrepublik genannt. Oder meinetwegen Brachland, wenn Sie, verehrter CG-Leser, so wollen. Intellektuelle Einöde, geistig verbrannte Erde, Bauernschlauland, Neidrepublik, Nepotistan, Konfusistan, seit Jahrzehnten auf den Erlöser, die Erlöserin wartend, die nun endlich eingeschwebt ist, von hochherrschaftlicher Wolke sich herab bemühend, mutig zwar, aber vor allem übermütig, vermutlich ignorierend, wie brutal am Ende des Höhenflugs die Landung sein wird, ein extrem schmerzhafter Aufprall mit als Folge mehr als nur zersplitterten Brillengläsern und heftigem Nasenbluten. Also aufgepasst, Fräulein, Sie werden sich noch wundern.      &lt;br /&gt;Aber was für böse Worte erzählt man sich in letzter Zeit über den weichstacheligen Vierbeiner! Jetzt haben sie dem Viech doch tatsächlich die halbe Lunge raus operiert, und trotzdem ist es ständig in der halben Welt unterwegs. Hätten sie ihm die Lunge allerdings vollständig entfernt, dann könnte es in aller Ruhe die ganze Welt bereisen und endlich glücklich und zufrieden sein. So Sachen halt.&lt;br /&gt;Aber, Leute, mal ehrlich! Auch das Wasserschwein will nur seinen Spaß. So wie Umo, das seltsame Wesen, von dem Chiguire, der Venezolaner, kürzlich las und Capy, seinem Cousin, aufgeregt berichtete. (Capy klingt echt doof, aber innerhalb der Familie braucht man noch weniger Rücksicht zu nehmen, denkt sich der Südamerikaner wohl.) Umo: ein irgendwie lebendiges Ding? Ein Insekt? Ungeziefer? Bakterie, Laus oder Floh? Nun, auch Umo nimmt weder sich noch andere ernst, sondern das Leben auf dem heiteren Fuß, zumindest behauptet es das von sich selbst oder lässt seine Devise von jenen Stimmen verbreiten, die ihm bückligst ergeben sind, von seinen Sprachrohren, die man sich um Himmels willen niemals zu klein, zu fein oder gar ungefärbt und faltenfrei vorstellen sollte.  &lt;br /&gt;Wetten – und damit kommt wenigstens ein Hauch von Kohärenz in unsere Geschichte von heute, wetten wir also, dass das Fräulein am Ende bei Umo landen und kurz darauf Rotz und Blut heulen wird! Nur sage es, das Fräulein, dann nicht, niemand hätte es, selbiges Fräulein, nicht gewarnt. Dabei will Umo doch nur spielen, sich amüsieren, sich auf seine alten Tage noch dieses und jenes Späßchen gönnen. Wahre Begeisterung kommt nämlich nicht auf, wenn man immer nur dreieinhalbtausend Jahre alte Liebesgedichte zugenuschelt bekommt, und sei es in noch so beeindruckendem Altägyptisch. Gelegentlich sollte man sich auch mal eine köstlich duftende Feige im genau richtigen Reifezustand auf der Zunge zergehen lassen. Statt sich ständig mit Büchern aufm Kopf, im himmelblauen Streifenpyjama und dem dickfeisten Zeh voran durch morsches, faulig stinkendes Unterholz zu wühlen.&lt;br /&gt;Na ja, Capybara und die Frauen: ein Kapitel für sich. Wahrscheinlich geht es am Ende wie immer nur um Sex. (Auch wenn, ehrlich gesagt, das Wörtchen „Sex“ hier nur steht, damit die ganze Welt vom luxemburgischen Fräuleinwunder erfährt, sobald mit irgendeiner Suchmaschine nach besagtem Threeletterdingsbums gefahndet wird.) Wie auch immer: Yvonne, Julia, Irina, Lisbeth, die Holiczek, Frau Breitling, die fette Blondine, die krasse Debütantin – das Schwein hat sie alle gehabt. Und sie ihn natürlich auch.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7850048448846271534-6534722421336865732?l=hausemer.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://hausemer.blogspot.com/feeds/6534722421336865732/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://hausemer.blogspot.com/2010/11/op-der-rull-13-frauleinwundersex.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7850048448846271534/posts/default/6534722421336865732'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7850048448846271534/posts/default/6534722421336865732'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://hausemer.blogspot.com/2010/11/op-der-rull-13-frauleinwundersex.html' title='OP DER RULL (13): FRÄULEINWUNDERSEX'/><author><name>Georges Hausemer</name><uri>http://www.blogger.com/profile/07721046962057225130</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://3.bp.blogspot.com/_Yub5V01uKkU/SwA4O9zNv-I/AAAAAAAAAA8/_yL9MyjrM8M/S220/Georges+Hausemer+(Photo+Susanne+Jaspers).JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7850048448846271534.post-4377191100887411952</id><published>2010-09-30T11:25:00.000-07:00</published><updated>2010-09-30T11:25:40.725-07:00</updated><title type='text'>OP DER RULL (12): IM WENDEKREIS DER GOLDENEN MUSCHEL</title><content type='html'>Auto. Innen. Nacht. Zwei Scheibenwischer; wischen von links nach rechts, von rechts nach links, hin und zurück. Leise quietschend. Davor zwei Lichtkegel. Scheinwerfer; besser: Lichtkegelwerfer. Es schneit, wie in Zeitlupe. Musik, ebenfalls wie in Zeitlupe. Tanzende Kügelchen, wie aus Watte. Flaches Land. Straßenränder, ein Bahnübergang, zwei offene Bahnschranken. Hecken seitlich, Gebüsch, Gestrüpp. In der Mitte Reifenspuren, im Schnee. Schmutziger Schnee, dürre Hecken, krumme Bäume, Wintergeäst. Jemand atmet. Der Fahrer. Man sieht ihn nicht. Man schaut mit seinen Augen. Sieht, was er sieht. Schneeflocken in der erleuchteten Dunkelheit. Plötzlich, in einer kleinen Nothaltebucht neben der Straße, ein parkender Wagen. Standlichter ein-, Motor ausgeschaltet. Das geschlossene Seitenfenster auf der Fahrerseite. Dahinter eine junge Frau, telefonierend. Demnächst tot.&lt;br /&gt;Cut.&lt;br /&gt;Ein Baum in gleißendem Sonnenlicht, grotesk verkrüppelt. Wie ein uralter Mann mit hochgestreckten Armen, die sich nicht mehr bewegen lassen. Braune, rissige Erde; Sand, zu Beton verhärtet. Krusten, Wind, grell strahlender Himmel, wolkenlos. Im Schatten unter dem Baum ein junger Mann, auf einen Ellbogen gestützt, umzingelt von Schafen, darunter auch ein paar Ziegen. Nirgends ein Hund. Junger Mann mit Schirmmütze. Bald schwingt er sich auf sein Rad, fährt aus dem Nachmittag hinaus in den nur unwesentlich weniger heißen Abend. Zufällig findet er, als der Hinterreifen seines Fahrrads kaputt geht, im knochentrockenen Sand einen Schlüsselanhänger aus Metall, geformt wie zwei Berggipfel über einer Winterlandschaft, natürlich mit Schnee. Bald wird es Nacht; dann kommen die Träume. Von zwei Berggipfeln über einer Winterlandschaft zum Beispiel, natürlich mit Schnee. Mitten im Traumbild ein Mann mit Schirmmütze, der auf allen Vieren vorankriecht, sich von Zeit zu Zeit eine Handvoll Schnee wie süßen Kuchen in den Mund stopft, schließlich mit den bloßen Händen zu graben beginnt und schon wenige Zentimeter unter der Schneedecke auf eine Kiste stößt, die er sofort öffnet, um darin eine weitere Kiste zu finden und in dieser Kiste einen Schlüssel. Oder ist es ein angeknabbertes Menschenohr?&lt;br /&gt;Cut.&lt;br /&gt;Innen. Tag. Eine Wand, davor ein Tisch, links vom Tisch ein Hocker (ziemlich niedrig), rechts vom Tisch ein Stuhl (normale Höhe). So beginnt der Tag des Geldverleihers. Er schläft noch. Seine Kunden aber warten bereits. Der versoffene Alte, die verzweifelte Mutter, die Dame im blauen Kleid, von der man nicht weiß, ob sie seine Ehe- oder seine Putzfrau ist. Oder nichts von beidem. Sobald der Geldverleiher seinem Gegenüber die Scheine über den Tisch geschoben hat, erhebt er sich, geht drei Schritte zur Tür, öffnet sie, fordert den andern auf, nun unverzüglich zu verschwinden. Dann ein Geräusch aus dem Nebenzimmer. Ein Schluchzen vielleicht, oder das Scharren müder Füße. Eilig zieht der Geldverleiher eine Schublade auf, kramt eine Pistole hervor, horcht, beugt sich nach vorne, betritt das Nebenzimmer, sieht dort auf einem Tisch einen Einkaufskorb stehen, der – seltsamerweise – leicht wackelt. Im nächsten Moment beginnt das Baby fürchterlich zu schreien. Der Geldverleiher legt es an seine Schulter und streicht ihm sanft über den Rücken. &lt;br /&gt;Cut.&lt;br /&gt;Zwei Paare, ein älteres und ein jüngeres. Abend in einer südlichen Altstadt. Bierdosen, Plastikbecher, Zigarettenkippen, Papiertaschentücher, Kartonfetzen, Glasscherben, Sperrmüll. Labyrinthisches Schachbrettmuster. Nach unzähligen Ecken, Kurven und Geraden kehren die Vier schließlich ein. Restaurante La Cepa. Einige freie Tische; erst wenige Kunden sind eingetroffen, lehnen am Tresen, schauen nach draußen, warten ungeduldig, dass der Andrang zunimmt. Die Vier nehmen Platz. Zwei Frauen, zwei Männer. Ein Fernsehapparat hoch unter der Decke. Beide Männer schauen hin. Während die Frauen sich gleich wieder erheben, ihre Handtaschen über die Stuhlpfosten hängen und sich den mit Speisehäppchen gefüllten Tellern und Tabletts auf der Theke widmen. Kurze Stille. Dann ein Aufschrei. Eine der Frauen vermisst ihre Tasche. Sie hatte sie doch eng zwischen zwei Stühle geklemmt, zwischen ihren und den ihres Partners. Nun ist sie trotzdem weg. Fort. In Luft aufgelöst. In Töne aus dem Fernseher, den Lautsprechern. Dampf durch die Abzugshaube, Rauch zwischen den Fassaden. Fast gleichzeitig springen mehrere Gäste auf, blicken zu Boden, starren einander an, fixieren den Stuhl, an dem nun nichts mehr hängt. Eine Erinnerung höchstens.&lt;br /&gt;Cut.&lt;br /&gt;Hallende Schritte. Befehle wie Gewehrsalven. Eine junge Frau, noch ein Mädchen fast, stolziert voran, in ihrem Gefolge uniformierte Jugendliche, nach Geschlechtern getrennt, in zwei perfekten Reihen, im Gleichschritt fast, mit durchgebogenem Rücken. Die Frau heißt Marieta. Eigentlich María Teresa, aber diesen Namen hasst sie. Ein Klassenzimmer, hölzerne Bänke, eine Schiefertafel, davor eine von weißem Staub überzogene Rinne, darin mehrere Kreidestücke, nur noch Stummel, reif für den Abfalleimer, der schon bereitsteht. Marieta ruft die Namen der Schüler auf. Bei einem zögert sie, schaut auf, runzelt die Stirn, aber alles nur kurz. Als die Pausenklingel ertönt, springen die Schüler auf und rennen auf den Flur hinaus, nur einer nicht. Nur einer erhebt sich ganz langsam, den Blick auf Marieta gerichtet, die Aufpasserin, die eines Tages sicherlich Lehrerin werden will. Dann geht auch er wortlos hinaus, Marieta öffnet leicht die Lippen, nur einen Millimeter weit, mehr nicht, sagt nichts, bleibt stumm, formt den Namen des Jungen höchstens in Gedanken.&lt;br /&gt;Cut.&lt;br /&gt;Am Meer. Sandburgen und Erdlöcher. Darin Kinder, freche Jungs und schreckhafte Mädchen. Ein Mann, der Vater sein könnte. Eine Mutter, die eigentlich vor kurzem verstorben sein müsste. Bei einem Autounfall, wie ihre Tochter behauptet, ihre vermeintliche Tochter. Anrufe mitten in der Nacht, unerwartete Besucher, Ausflüge im Dunkeln. Seeschlangen. Eulen. Würmer, die vorne wässrige Erde in sich hinein schlürfen und hinten wässrige Erde ausscheiden. Eine einzige fließende Bewegung. &lt;br /&gt;Cut.&lt;br /&gt;Weihnacht in Skogli. Noch ein Labyrinth. Schicksalsfäden. Ein toter Fahrgast im Zug. Dessen gelähmte Mutter, die von zwei starken Männern eine schmale Treppe hinunter getragen wird. Neben dem altmodischen Wandtelefon im Flur das Foto eines jugendlichen Fußballspielers. Ein mit sternhimmelblauem Laken bezogenes Bett und neben dem Bett, auf dem Fußteppich, ein nacktes Paar beim Sex. Ein verkleideter Nikolaus. Mit Rüschenbart, Geschenksack und Aluminiumschaufel. Tränen unter der Gesichtsmaske.   &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Filmbilder, aus dem Zusammenhang gerissen; aus dem Gedächtnis eines Wasserschweins, also höchst unvollständig; Minuten nur, Minuten des Zufalls; Capybara-Memoiren; Sekundentexte; Gleichmut und Verwunderung; den kleinsten Teil fürs Ganze nehmen und das Ganze in den Schornstein schießen. Wo war das und wann? Im Wendekreis welchen Tiers, im Sternzeichen welcher Himmelsmacht? Nun ist der Sommer vorbei, auch bereits der September. Keine schöne Zukunft für Borstentiere. Und von Motsi nach wie vor nicht das geringste Lebenszeichen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;                                   ***&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;P. O. BOX (7)&lt;br /&gt;Donostia/Esch-au-Lac. Belén Esteban! Der Name besagt Ihnen vermutlich nichts. Und der andere, inoffizielle Name – oder soll man Titel sagen – der nur ganz zufällig in diese ansonsten eher feine Rubrik gerutschten Dame? Princesa del pueblo. Dabei sieht sie weder aus wie eine Prinzessin, noch benimmt sie sich so. Eher wie die vulgärste aller derzeit lebenden Spanierinnen. Und aller aktuellen Südamerikanerinnen noch dazu. Aber so eine mag das Volk, das spanische zumindest. Eine Krawallschachtel par excellence! Eine Revolverschnauze übelster Bauart! Ein Trash-TV-Phänomen, das man eigentlich mit Missachtung strafen müsste. Wären da nicht die jüngsten Umfragen, die unlängst auf der iberischen Halbinsel durchgeführt wurden und bei denen herauskam, dass Belén Esteban, übrigens die Ex des auch nicht gerade wegen seiner Intelligenz berüchtigten Toreros Jesulín de Ubrique, dass also „die Prinzessin des spanischen Volkes“, träte sie demnächst bei Parlamentswahlen an, annähernd acht Prozent aller Stimmen auf sich versammeln und damit zur drittstärksten politischen Kraft in ihrem Land werden würde. Olé! Oder eher: Horror! Schauder! Entsetzen! Wer das nicht glaubt, soll den Namen des Schreckensweibs doch mal bei einer der gängigen Suchmaschinen im Internet eingeben: Belén Esteban. Man wird, so steht zu befürchten, noch viel von ihr hören, irgendwann auch nördlich der Pyrenäen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;© Georges Hausemer&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;&lt;img src="http://sites.internet.lu/folders/hausemergeorges/images/CG_Bild_01_30092010.JPG" width="320" height="240"&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;img src="http://sites.internet.lu/folders/hausemergeorges/images/CG_Bild_02_30092010.JPG" width="320" height="240"&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;©  Georges Hausemer&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7850048448846271534-4377191100887411952?l=hausemer.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://hausemer.blogspot.com/feeds/4377191100887411952/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://hausemer.blogspot.com/2010/09/op-der-rull-12-im-wendekreis-der.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7850048448846271534/posts/default/4377191100887411952'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7850048448846271534/posts/default/4377191100887411952'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://hausemer.blogspot.com/2010/09/op-der-rull-12-im-wendekreis-der.html' title='OP DER RULL (12): IM WENDEKREIS DER GOLDENEN MUSCHEL'/><author><name>Georges Hausemer</name><uri>http://www.blogger.com/profile/07721046962057225130</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://3.bp.blogspot.com/_Yub5V01uKkU/SwA4O9zNv-I/AAAAAAAAAA8/_yL9MyjrM8M/S220/Georges+Hausemer+(Photo+Susanne+Jaspers).JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7850048448846271534.post-1431194104523766976</id><published>2010-07-05T09:07:00.000-07:00</published><updated>2010-07-06T10:05:50.301-07:00</updated><title type='text'>OP DER RULL (11): WO IST MOTSI MABUSE?</title><content type='html'>Schrecklich! In wenigen Tagen wird die WM vorbei sein. Bange Fragen: Wird das Leben nach dem Finale jemals wieder einen Sinn haben? Werden wir im Alltag einen finden? Und wenn ja, welchen? Zumal wir dann, nach dem kommenden 11. Juli, nicht nur ohne Kathrin Müller-Hohenstein und ohne Oliver Kahn auskommen und weitermachen müssen, sondern auch ohne Jo-Ann Strauss. Und – was am allerschwersten zu ertragen sein wird – ohne Motsi Mabuse.&lt;br /&gt;Motsi, wo bist du? An den ersten Tagen der WM, irgendwann vor langer Zeit im vergangenen Juni, durften wir dich als Mitglied des ARD-Teams in Südafrika kennen lernen (oder war’s beim ZDF? Alles schon so lange her …), deinen fachlich völlig unbeleckten Kommentaren über die ach so verschiedenen Mannschaften und ihre Spieler lauschen, deine teils kuriosen, teils abstrusen Vergleiche über Trikots und Landesfarben goutieren und … Aber plötzlich: Keine Motsi mehr da, weder vor der Kamera noch auf dem Bildschirm! Wie von den Vuvuzelas vom Erdboden weggetrötet kamst du uns vor, spurlos verschwunden, du und auch deine süßen deutschen Sätze mit dem kecken südafrikanischen Akzent. Sätze, die uns verblüfften, erstaunten, manchmal fast in Trance versetzten, weil sie so herrlich anzuhören, aber keinen Deut zu verstehen waren. &lt;br /&gt;Genau das, Motsi, war das Herrliche an dir und deinen Einwürfen: Du hattest (hast) von Fußball keine Ahnung, aber zu allem rund um die WM eine Meinung. Aber dann, wie gesagt: alle Bildschirme motsilos, keine Motsi mehr weit und breit. Und, noch schlimmer: kein einziges, nicht das leiseste Wort der Erklärung.&lt;br /&gt;Dabei hätten wir dich noch so viel zu fragen, Motsi. Wo du deinen Nachnamen her hast, zum Beispiel? Mabuse! Klingt nicht gerade nach Afrikaans. Weißt du eigentlich, dass man hierzulande, also hier in einem der winzigsten Staaten Europas, mit diesem Familiennamen alles andere als Südafrika, Fußball oder gar eine Fußballweltmeisterschaft verbindet? Sondern eher einen gewissen Doktor gleichen Namens, den Schriftsteller, der diese Figur erfand, den Regisseur, der dessen Geschichte verfilmte. Aber Norbert Jacques und Fritz Lang – diese Namen besagen dir, Motsi Mabuse, vermutlich rein und glatt gar nichts, nicht wahr? Natürlich … Obwohl … Nun, dein Deutsch ist zwar nicht immer ganz fehlerfrei (gewesen), aber um einen nicht allzu dicken Roman zumindest anzulesen, dafür sollte es doch reichen, oder?&lt;br /&gt;Soll ich dir den „Dr. Mabuse“ dann mal runterschicken? Nach Johannesburg, Kapstadt, Port Elizabeth? Oder wo bist du zuhause?&lt;br /&gt;Bitte, Motsi, melde dich! Und nicht erst nach dem Ende der WM, wenn längst wieder … Stop! Halt! Was entdecke ich denn da! Im Internet, beim Googeln. Motsi Mabuse ist in Wirklichkeit eine berühmte Tänzerin und lebt irgendwo im Ruhrgebiet, ist mit irgend so einem Schönling, von Beruf ebenfalls Tänzer, verheiratet und hat sich so gefreut, als die ARD-Anfrage kam, weil sie auf diese Weise endlich ihre Familie und Freunde in Südafrika wiedersehen konnte.&lt;br /&gt;Ach, Motsi, pack doch ein! Weltmeister werdet ihr jedenfalls nicht.&lt;br /&gt;© Georges Hausemer&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;&lt;img src="http://sites.internet.lu/folders/hausemergeorges/images/Vuvu_3.7.2010_%28Photo_G._Hausemer%29.jpg" width="320" height="240"&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;©  Georges Hausemer&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7850048448846271534-1431194104523766976?l=hausemer.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://hausemer.blogspot.com/feeds/1431194104523766976/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://hausemer.blogspot.com/2010/07/op-der-rull-11-wo-ist-motsi-mabuse.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7850048448846271534/posts/default/1431194104523766976'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7850048448846271534/posts/default/1431194104523766976'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://hausemer.blogspot.com/2010/07/op-der-rull-11-wo-ist-motsi-mabuse.html' title='OP DER RULL (11): WO IST MOTSI MABUSE?'/><author><name>Georges Hausemer</name><uri>http://www.blogger.com/profile/07721046962057225130</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://3.bp.blogspot.com/_Yub5V01uKkU/SwA4O9zNv-I/AAAAAAAAAA8/_yL9MyjrM8M/S220/Georges+Hausemer+(Photo+Susanne+Jaspers).JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7850048448846271534.post-5555787308379262675</id><published>2010-06-16T02:42:00.000-07:00</published><updated>2010-06-16T02:42:08.432-07:00</updated><title type='text'>OP DER RULL (10): UWESEELA</title><content type='html'>Können Wasserschweine Fallrückzieher? Wenn sie lange genug trainieren, bestimmt. Aber wozu soll das gut sein? Viel lieber sitzt Mijnheer C. dieser Tage auf der häuslichen Couch und lässt sich die Ohren volldröhnen. Erstaunlich, wie häufig diese Tröten schon „vernannt“ wurden: Vezuvela, Vuzuvale, Vuzuleva, Zuluvesa ... Am besten aber gefällt unserem Mitgucker die eingedeutschte Afrikaans-Version „Uweseela“. Die kann er sich inzwischen problemlos merken, nachdem er sie in den ersten zwei, drei Tagen stets mit „Venezuela“ verwechselte. Kein Wunder, denn das ist das Land, aus dem Mijnheer C. eigentlich herkommt. Leider ist Venezuela diesmal bei der Fußball-WM nicht vertreten – aber war das überhaupt schon einmal der Fall? Na gut, dafür sind etliche andere Nationen dabei, in denen das Stacheltier auf Verwandtschaft, wenn auch nur auf entfernte, verweisen kann: Uruguay, Paraguay, Chile, Argentinien, Brasilien ... Sonst noch wer? Spanien! Nein, in Spanien lebt das Wasserschwein höchstens im Zoo. Dafür wird Spanien Weltmeister werden, wer sonst. Darauf geht Mijnheer C. jede Wette ein, im Sitzen, im Stehen wie im Liegen. Und wenn es sein muss, jongliert er sogar eine aus Zeitungspapier nachgemachte „Uweseela“ auf der Schwanzspitze, mindestens drei Sekunden hintereinander und ohne die geringste Bodenberührung. &lt;br /&gt;© Georges Hausemer&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7850048448846271534-5555787308379262675?l=hausemer.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://hausemer.blogspot.com/feeds/5555787308379262675/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://hausemer.blogspot.com/2010/06/op-der-rull-10-uweseela.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7850048448846271534/posts/default/5555787308379262675'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7850048448846271534/posts/default/5555787308379262675'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://hausemer.blogspot.com/2010/06/op-der-rull-10-uweseela.html' title='OP DER RULL (10): UWESEELA'/><author><name>Georges Hausemer</name><uri>http://www.blogger.com/profile/07721046962057225130</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://3.bp.blogspot.com/_Yub5V01uKkU/SwA4O9zNv-I/AAAAAAAAAA8/_yL9MyjrM8M/S220/Georges+Hausemer+(Photo+Susanne+Jaspers).JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7850048448846271534.post-4330072637585265010</id><published>2010-06-11T13:53:00.000-07:00</published><updated>2010-07-06T10:05:31.769-07:00</updated><title type='text'>OP DER RULL (9): SEEIGELEIER UND GRÜNE KANINCHEN</title><content type='html'>Minus 19 Grad Celsius im Juni? Das haben Wasserschweine davon, wenn sie sich um diese Jahreszeit auf der südlichen Halbkugel tummeln. Dazu noch auf knapp 5.000 Metern Höhe und um sechs Uhr morgens, lange bevor „Tata Inti“, der Sonnengott, seine Nase über den höchsten Andengipfel zu strecken beginnt. Da hilft auch das dickste und dichteste Stachelfell nichts. Lama müsste man sein! In einen herrlich warmen Wollumhang gewickelt, von den Ohren bis über die Knöchel. Oder wenigstens ein „vicuña“, Lamas nur unwesentlich dünner gepolsterter, aber dafür viel feinhaarigerer Cousin, der sich ebenfalls im chilenischen Hochgebirge herumtreibt und die Löffel spitzt, sobald sich irgendwo ein Capybara zeigt, der eigentlich gar nicht hierher gehört. Genau aus diesem Grund, also wegen der Fehl-am-Platzigkeit, hatte Guillermo, der Führer der Ausländertruppe, neben der Thermoskanne mit heißem Wasser für Kaffee und Tee zusätzlich eine handliche Sauerstoffflasche dabei, für alle Fälle, falls einem seiner Gäste der Atem knapp werden oder die Luft gänzlich wegbleiben würde. Keine Seltenheit auf gut 4.900 m ü. M., zumal bei Lungenkranken, auch wenn die Notboddel dem Hobbyandinisten eher wie ein Sahnespender zum Garnieren des Instantgetränks vorkam, wie eine Spraydose, deren süßen Inhalt man gewöhnlich zum Verzieren von Hochzeitstorten verwendet.&lt;br /&gt;Señor C. kommt soeben also aus Südamerika zurück, nach wie vor leise hechelnd und gleichzeitig mit leicht angesengtem Nasenspitzchen. Ach, wie bequem lag es sich dort am weich-warmen Busen von Pachamama! Wie majestätisch schoben sich die „abus“ genannten Vulkane vor den wolkenlosen Horizont! Wie wütend schnaubten die Geysire von „Tata Tatio“, dem rauchenden Vater! &lt;br /&gt;Später, weiter südlich, folgten die weniger angenehmen Begleiterscheinungen des chilenischen Winters: Regen, Hagel und Sturm; Wellen, Donner und Blitz. Und nicht zu vergessen (denn Señor C. lässt sich immer wieder gerne auch auf kulinarische Wagnisse ein, mit ab und zu ziemlich unerfreulichen Folgen): die sogenannten Seeigelzungen, die in Wirklichkeit Seeigeleier und fest zusammengepappt waren, furchtbar salzig und leider auch schon ein wenig ranzig schmeckten. Also ließ C. die Pfoten rasch davon weg, um sich leckereren Dingen zuzuwenden: der kräftigen Seeaalsuppe beispielsweise (angeblich das Lieblingsgericht von Pablo Neruda, einem der berühmtesten Chilenen überhaupt), den panierten Austern, denn extrem bissfesten Meeresschnecken, dem „curanto“ genannten, deftigen Muschel- und Fleischeintopf, dem unumgänglichen, wiewohl selten gewordenen Lachs in allen möglichen Darreichungsformen.&lt;br /&gt;Darauf einen Pisco Sour! Einen doppelten sogar. Und noch besser: Dazu ein paar saftige Kokablätter in die rechte Mundtasche schieben, loskauen, durchhalten.&lt;br /&gt;PS: Was Señor C. zu fragen vergaß: Ob die „vizcachas“, die kleinen Kaninchen mit dem grünlich schimmernden Fell, die unermüdlich durch das Gestrüpp und Geröll der Atacama-Wüste hoppeln, eher gekocht, gebraten oder gegrillt verspeist werden? Der Stachelige muss also noch einmal hin. Doch dann nimmt er seine ganz persönliche Betreuerin mit, versprochen.&lt;br /&gt;© Georges Hausemer&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;&lt;img src="http://sites.internet.lu/folders/hausemergeorges/images/Tatio_Geysir_Chile_%28Photo_Georges_Hausemer%29.JPG" width="320" height="240"&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;©  Georges Hausemer&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7850048448846271534-4330072637585265010?l=hausemer.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://hausemer.blogspot.com/feeds/4330072637585265010/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://hausemer.blogspot.com/2010/06/op-der-rull-9-seeigeleier-und-grune.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7850048448846271534/posts/default/4330072637585265010'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7850048448846271534/posts/default/4330072637585265010'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://hausemer.blogspot.com/2010/06/op-der-rull-9-seeigeleier-und-grune.html' title='OP DER RULL (9): SEEIGELEIER UND GRÜNE KANINCHEN'/><author><name>Georges Hausemer</name><uri>http://www.blogger.com/profile/07721046962057225130</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://3.bp.blogspot.com/_Yub5V01uKkU/SwA4O9zNv-I/AAAAAAAAAA8/_yL9MyjrM8M/S220/Georges+Hausemer+(Photo+Susanne+Jaspers).JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7850048448846271534.post-1341704929770152841</id><published>2010-05-26T13:02:00.000-07:00</published><updated>2010-07-06T10:05:15.802-07:00</updated><title type='text'>OP DER RULL (8): DAS WUNDER VON VINUESA</title><content type='html'>Als es geschah, das Wunder von Vinuesa, herrschte über der „Laguna Negra“ die perfekte Wolkenlosigkeit. Der Himmel war blau wie ein frisch gewaschenes Tischtuch; die Wälder und Felsen ringsum das dunkle Gewässer funkelten noch, als die Sonne längst nicht mehr zu sehen war und Capybara schon mit hochgeschlagenem Kragen über den Holzsteg spazierte. Vor seinen staunenden Augen: prächtige Findlinge, von einem urzeitlichen Vulkan einst an die Hänge der Sierra de Urbión gespuckt und nun mit der Spitze aus dem düsteren Wasser der Lagune ragend, die, der Legende nach, bodenlos tief ist und über deren Grund drei Leichen schweben: die von Alvargonzález und die seiner Mörder, die gleichzeitig seine Söhne waren und ihren Vater aus Habsucht getötet haben, um frühzeitig an ihr Erbe zu gelangen, und dessen leblosen Körper sie ins Wasser warfen, in der Folge aber dennoch nicht glücklich wurden, weil die Natur sie für ihre frevelhafte Tat bestrafte, sie, die einfachen Bauern, an jahrelangen Missernten leiden ließ, woraufhin die beiden Brüder beschlossen, ihr Land zu verlassen, sich auf ihrer Flucht jedoch in den endlosen Wäldern der kastilischen Provinz Soria verirrten und schließlich genauso in den Fluten der „Laguna Negra“ landeten wie der Leib ihres unglücklichen Erzeugers.   &lt;br /&gt;Gerne hätte Capybara, trotz der Schaurigkeit dieser Geschichte und obwohl sich die Sonne bereits hinter dem imposanten Hochgebirge verabschiedet hatte, kurz eine Vorderpfote in das schummrige Nass gestreckt und sich ein wenig die Schnauze erfrischt, doch die Zeit drängte. Es ging auf halb acht zu, die Mägen knurrten, bald würde, eintausendfünfhundert Kilometer entfernt, das Spiel angepfiffen werden. Welches Spiel?, mag mancher fragen. Und von welchem Mysterium geht hier eigentlich so großspurig die Rede? Und was bedeutet Vinuesa?&lt;br /&gt;Na gut, wir sind erneut bei Capybaras altbekannter Schwäche für den Fußball gelandet. Bei Jeunesse E., seinem Lieblingsverein, der neulich unerwarteter-, ja tatsächlich wundersamerweise den großen, nicht für möglich gehaltenen Coup gelandet und sich die diesjährige Meisterkrone aufgesetzt hat. Ausgerechnet an dem Tag musste Capybara, der stachelige Fan, sich in dem nordspanischen Gebirgskaff besagten Namens herumtreiben, in die wässrigen Abgründe der Schwarzen Lagune starren und sich von Horrorstorys die Sinne verwirren lassen, statt sich daheim auf den billigen Stehplätzen die Beine in den Bauch zu zittern. &lt;br /&gt;Zum Glück war die Posada La Casona, in der das treulose Wasserschwein vorübergehend Quartier bezogen hatte, technisch auf dem allerneuesten Stand. Es gab Laptop und WLAN, Gratisverbindung und Maus, so dass der kurzzeitig exilierte Anhänger bereits Sekunden nach dem Schlusspfiff den definitiven Endstand vor sich hatte. Um die Unterlegenen, vor allem die aus dem Nachbarstädtchen D., nicht unnötig weiter zu quälen, muss das Resultat an dieser Stelle kein weiteres Mal in vollem Wortlaut dargelegt werden. &lt;br /&gt;Zum Schluss und ausnahmsweise noch dieser Aufruf in eigener Sache: Wer kennt jemanden, der in der nächsten Saison mit Sicherheit ein bis zwei Tore pro Spiel schießt? Und das nächste Mal: Wieso der weibliche Orgasmus in Spanien auch noch „la corrida“ genannt wird. Oder: Was eine Autobiografie von einer Autopornografie unterscheidet. &lt;br /&gt;Übrigens: Sex und Erotik kommen in der CG leider immer noch zu kurz (behauptet zumindest Geronimo, ihr treuester Leser, auch wenn er das öffentlich niemals zugeben würde).&lt;br /&gt;© Georges Hausemer&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;&lt;img src="http://sites.internet.lu/folders/hausemergeorges/images/Santo_Domingo_de_los_Silos_20.5.2010_(Foto_Georges_Hausemer).jpg" width="320" height="240"&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;©  Georges Hausemer&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7850048448846271534-1341704929770152841?l=hausemer.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://hausemer.blogspot.com/feeds/1341704929770152841/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://hausemer.blogspot.com/2010/05/op-der-rull-8-das-wunder-von-vinuesa.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7850048448846271534/posts/default/1341704929770152841'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7850048448846271534/posts/default/1341704929770152841'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://hausemer.blogspot.com/2010/05/op-der-rull-8-das-wunder-von-vinuesa.html' title='OP DER RULL (8): DAS WUNDER VON VINUESA'/><author><name>Georges Hausemer</name><uri>http://www.blogger.com/profile/07721046962057225130</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://3.bp.blogspot.com/_Yub5V01uKkU/SwA4O9zNv-I/AAAAAAAAAA8/_yL9MyjrM8M/S220/Georges+Hausemer+(Photo+Susanne+Jaspers).JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7850048448846271534.post-8489513225362253641</id><published>2010-04-27T10:55:00.001-07:00</published><updated>2010-04-27T10:55:46.960-07:00</updated><title type='text'>GEISTIGES EIGENTUM (1)</title><content type='html'>Sportberichterstattung kam in diesen Kolonnen bislang eindeutig zu kurz (Sex und Erotik übrigens auch). Dabei begibt sich Capybara, von klein auf – einst auch als aktiver, wie das damals völlig unelegant hieß, Vorstopper – fußballvernarrt, nun schon seit mehr als einem Vierteljahrhundert regelmäßig in „Grenz“-Situationen, um dort auf den billigen Stehplätzen, Wind, Wetter und steten Würstchendüften ausgeliefert, zu zittern, zu hoffen, zu bangen, zu jauchzen, zu flehen, zu tirilieren und zu toben. Ja, auch zu toben, obwohl man den für ihre Gutmütigkeit, zuweilen auch Trägheit bekannten Wasserschweinen solche Gefühlsausbrüche gar nicht zutrauen würde, nicht wahr?&lt;br /&gt;Nun, gestern war mal wieder so ein Sonntag auf den immer bröckeliger werdenden Zuschauerrängen, ein überaus erfreulicher gar, weil Capybaras Lieblingsmannschaft zwar, wie so oft in dieser Saison, spielerische Klasse vermissen ließ, aber am Ende dennoch als Sieger vom Spielfeld trabte. Da ihr einziger Konkurrent um die Krone den Tag später am Abend mit einer Niederlage ausklingen ließ, darf sich Capybaras Leib- und Magentruppe nun berechtigte Hoffnungen auf einen neuerlichen Titelgewinn machen, nach viel zu vielen, viel zu langen Jahren ohne jegliches Erfolgserlebnis. &lt;br /&gt;Doch aufgepasst! Noch sind drei wichtige und schwierige Spiele zu bestreiten. Noch weiß niemand, welch perfide Tricks sich der andere Meisterschaftsaspirant womöglich einfallen lassen wird, um auf die eine oder andere, womöglich nicht ganz koschere Weise weitere kostbare Punkte einzufahren. Die schlichte Masche mit der Rauferei im Kabinengang, dem anschließenden Spielabbruch und der prompten Zuweisung des Sieges werden die Konkurrenten gewiss nicht noch einmal wagen. Aber vielleicht tüfteln sie längst an anderen fiesen, kleinen Gemeinheiten, um Capybaras Team (welches der Wassereber übrigens am liebsten schwarz-weiß gestreift wie flotte Zebras auflaufen sieht) kurz vor dem Ziel doch noch abfangen zu können. In dem Fall muss sich C. in Zukunft wohl definitiv nach einer anderen, nerven-, herz- und gemütschonenderen Sonntagsnachmittagsbeschäftigung umsehen. Dann geht in diesen Kolonnen möglicherweise auch endlich häufiger von Sex und Erotik die Rede.  &lt;br /&gt;Übrigens: Heute ist der Tag des geistigen Eigentums.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;© Georges Hausemer 26.4.2010&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7850048448846271534-8489513225362253641?l=hausemer.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://hausemer.blogspot.com/feeds/8489513225362253641/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://hausemer.blogspot.com/2010/04/geistiges-eigentum-1.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7850048448846271534/posts/default/8489513225362253641'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7850048448846271534/posts/default/8489513225362253641'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://hausemer.blogspot.com/2010/04/geistiges-eigentum-1.html' title='GEISTIGES EIGENTUM (1)'/><author><name>Georges Hausemer</name><uri>http://www.blogger.com/profile/07721046962057225130</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://3.bp.blogspot.com/_Yub5V01uKkU/SwA4O9zNv-I/AAAAAAAAAA8/_yL9MyjrM8M/S220/Georges+Hausemer+(Photo+Susanne+Jaspers).JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7850048448846271534.post-4521356258991701198</id><published>2010-04-23T13:04:00.000-07:00</published><updated>2010-07-06T10:04:47.605-07:00</updated><title type='text'>OP DER RULL (7)</title><content type='html'>Capybara im Fernsehen, demnächst, in echt, mit Sonnenbrille und Sonnenlicht auf dem stumpf und brüchig gewordenen Rauhaarfell. Echt! Und endlich mal wieder eine – wenn man so will, aber wahrscheinlich noch lange nicht für jeden Zoo-, Märchenpark- oder Holzhüttenbewohner – erfreuliche Nachricht, nach all den end- und atemlosen düsteren, kalten, unter Schnee begrabenen Wochen, nein, Monaten. Kann sich überhaupt noch jemand an den vergangenen Winter erinnern? Dabei ist er erst seit kurzem passé.&lt;br /&gt;Schon viel länger ist Weihnachten vorbei. Und auf den Tag genau so lange liegt die letzte Ausgabe dieser stacheligen Gazette zurück. Eine Schande, sowas! Aber wie für (fast) alles gibt es auch hierfür Erklärungen, Entschuldigungen gar, und zwar durchaus gute. Capybara, Regisseur, Hauptdarsteller und Produzent dieses Blattes in Personalunion, hatte es nämlich kurz nach seinem letzten Eintrag (an Heiligabend 2009!) gehörig erwischt. Auf den Rippen, am gleichnamigen Fell, im Brustkorb und noch tiefer, mitten im linken vorderen Lungenlappen – ein Knoten, der alles zusetzte, ein Stopfen, der nicht mehr aus dem Kanal weichen wollte, mit dem Resultat: Arzt im Hotel in Damaskus, Notaufnahme in der dortigen Clinique St. Louis, nach der Heimkehr zuerst Haus-, dann Herz-, schließlich Lungenarzt und zuguterletzt der Herr Doktor Chirurg mit dem Skalpell, der Capybara den versehrten Lappen einfach wegsäbelte, ritsch-ratsch-weg-mit-dem-Pfropfen. Lobektomie nennt sich solch ein Eingriff, sogar wenn er, wie in diesem Fall, in dem hübschen elsässischen Städtchen Strasbourg vorgenommen, dort aber mit einem C geschrieben wird: „lobectomie“ – anatomiegerechte Organlappenextirpation, wie das dtv-„Wörterbuch der Medizin mit über 500 farbigen Abbildungen“ auf Seite 438 schreibt (jetzt weiß C. endlich, warum er sich diesen papiernen Ziegel im Januar 1994 zugelegt hat). In vorliegendem Fall handelte es sich – falls es jemanden interessiert – um die gewaltsame, unter Vollnarkose (des Patienten natürlich) vorgenommene Entfernung von 80 Prozent des linken vorderen Lungenlappens eines gewissen Herrn Capybara, der nie zuvor in Strasbourg gewesen war und sich aus gebotenem Anlass per Taxi hinbringen ließ. Immerhin das!&lt;br /&gt;Seit jenem Eingriff sind sieben Wochen vergangen. Allmählich kommt C. wieder zu Kräften und Ideen, auch wenn’s noch nicht berauschend ist mit seinen jüngsten Einfällen, wie diese Zeilen ganz eindeutig belegen. Aber üben wir Nachsicht, für einmal. Und freuen wir uns mit ihm, dass er den Weg ins Freie ab und an bereits wieder findet. Wie heute, da er sich, der besagten Fernsehaufnahmen wegen, mal wieder in seinem eigentlichen Umfeld tummelte, plapperte und plapperte, ein paar Aufnahmen von seltsamen Apparaturen, einer freundlichen, bestens informierten Journalistin sowie ihrem nicht weniger sympathischen Kameramann schoss und sich selbst ablichten ließ, in allen möglichen und unmöglichen Stellungen und Positionen, von vorne, von hinten, von oben und unten, von der Seite und im Schal, im Wintermantel und im Sommerhemd, nackt bis auf ein paar Härchen, stotternd bis schluckend, am Ende völlig ohne Puste, was kein Wunder ist bei nur noch einer Dreiviertel-Lunge, die nun, nach so vielen, komplizierten Buchstaben erst recht nach Luft schna...&lt;br /&gt;&lt;p align="center"&gt;***&lt;/p&gt;&lt;b&gt;P. O. BOX (6)&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Esch-au-Lac.&lt;/b&gt; Was hier folgt, ist ein Text, der lange vor der Verkündung der/des diesjährigen Servais-Preisträgerin/Preisträgers verfasst, aber aus nicht mehr nachvollziehbaren Gründen nie veröffentlicht wurde. Für eine offizielle Publikation desselben ist es jetzt, nach der Verkündung der/des Servais-Preisträgerin/Preisträgers 2010 natürlich zu spät – es sei denn, sein Verfasser will sich Missgunst und Neid vorwerfen lassen, was er natürlich keineswegs beabsichtigt. Die „Capybara Gazette“ indes schämt sich bekanntlich für kaum etwas, auch nicht dafür, ganz und gar unpassende Meinungs- und andere Unmutsäußerungen zum ganz und gar unpassenden Zeitpunkt auf ihre werte wie auch weniger werte Leserschaft loszulassen, in der Hoffnung, dass nichts verlorengeht, was dieser Öffentlichkeit zuteil zu werden gehört.&lt;br /&gt;Nun aber Schluss mit der langen Vorrede! Hier also besagter Text, den mancher sich durchaus hinter die Ohren schreiben kann, nach der Lektüre aber besser doch schnell wieder vergessen soll:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;„Ich bin Tania Naskandy“&lt;br /&gt;Eine kleine Selbstbezichtigung / Von Georges Hausemer&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;Nun, rechtzeitig zum Internationalen Tag des Buches am 23. April, hat also auch Luxemburg seinen Literaturskandal. Na ja, ein Skandälchen, von dem ohnehin kaum jemand Notiz nimmt. Aber immerhin. Also der Reihe nach.&lt;br /&gt;Im &lt;i&gt;Lëtzebuerger Land&lt;/i&gt; Nr. 11 vom 19. März 2010 unterstellt eine Rezensentin namens „Elise Schmit“ dem Schriftsteller und Verleger Guy Rewenig, „in Wahrheit“ die Autorin „Tania Naskandy“ zu sein, die unlängst im Rewenig-eigenen Verlag ultimomondo den Roman „Sibiresch Eisebunn“ veröffentlicht hat. Als Beleg für ihre These führt die Kritikerin nicht nur angeblich „frappierende thematische und stilistische Überschneidungen“ an. Auch die Tatsache, dass eine „Tania Naskandy“ und ihre vermeintlichen Publikationen in „Architektur- und Fachzeitschriften“ nicht einmal über die Suchmaschine Google ausfindig zu machen sind, beweist ihrer Meinung nach, dass es eine Romanautorin mit Namen „Tania Naskandy“ definitiv nicht gibt.&lt;br /&gt;In dieser Hinsicht hat „Elise Schmit“ recht, was nicht nur ihre eigenen Nachforschungen belegen. Auch Recherchen seitens des „Centre national de littérature“ in Mersch haben ergeben, dass in Echternach, wie von der mysteriösen Autorin selbst behauptet, weder jemals eine „Tania Naskandy“ geboren wurde noch irgendwann eine – angeblich ungarischstämmige – Person oder gar eine ganze Familie mit diesem Nachnamen gelebt hat. &lt;br /&gt;In einem anderen Punkt allerdings irrt die detektivisch ambitionierte Zeitungsmitarbeiterin gewaltig: „Tania Naskandy“ ist nicht Guy Rewenig! Denn ich, der Verfasser dieser Zeilen, ich bin „Tania Naskandy“! Und ich wundere mich, nebenbei gesagt, schwer, dass der echte Guy Rewenig es bislang nicht für nötig hielt, die von „Elise Schmit“ in die Welt gesetzte Falschmeldung auf seine bekannt bissige Art richtigzustellen und ihrer Erfinderin gehörig den Marsch zu blasen.&lt;br /&gt;Die Fakten also. Beim Fall „Tania Naskandy“ handelt es sich, wie könnte es in Zeiten von hegemannscher Intertextualität und journalistisch-literarischen Hochstaplertums à la Ryszard Kapuscinski auch anders sein, um einen Fall von skrupellosem Autoplagiat mit anschließender Selbstbezichtigung. Was in der Praxis bedeutet, dass ich, der Verfasser dieser faktentreuen Beichte, unlängst hingegangen bin, meinen 1998 erstmals erschienenen Roman „Iwwer Waasser“ unwesentlich um- und in nicht allzu beträchtlichem Maße neu geschrieben, mit einem geänderten Titel und einer neuen Autorenangabe versehen und zur Publikation bei besagtem ultimomondo-Verlag eingereicht habe. Mit Erfolg, wie man inzwischen weiß.&lt;br /&gt;Weniger bekannt ist indes, dass ich meine Urheberschaft an „Sibiresch Eisebunn“ durch weiteres umfangreiches Faktenmaterial jederzeit belegen kann. Dazu zählt die Tatsache, dass ich im Sommer 2008 tatsächlich eine Reise mit der Transsibirischen Eisenbahn von Beijing nach Moskau unternommen habe. Oder wäre ernsthaft denkbar, dass jemand ein Buch mit dem Titel „Sibiresch Eisebunn“ schreibt, der nie zuvor mit selbiger unterwegs war? In dem Fall wären wir endlich bei der auch hierzulande unbedingt einmal öffentlich zu stellenden Frage angelangt, was Literatur ganz allgemein zu leisten imstande ist, was Schreiben bedeutet und was Lesen, wie das Verhältnis des Lesers zu Autor und Werk und das der Autoren zur tatsächlichen Realität und zur Wirklichkeit ihrer Fiktionen zu deuten und zu bewerten ist. Aber lassen wir das ...&lt;br /&gt;Kommen wir lieber noch einmal zur Causa Schmit-Naskandy/Hausemer-Rewenig zurück. Je länger man über dieses unselige Drei/Vierecksverhältnis nachgrübelt, eingedenk der nun ein für allemal geklärten Identität der inkriminierten Romanautorin, umso plausibler erscheint einem eine ganz andere Möglichkeit. Und zwar die, dass das wahre Gespenst in dieser literarisch-publizistischen Verneblungsaktion die Auslöserin des Skandälchens höchstselbst ist: „Elise Schmit“, die sich auch dadurch verdächtig macht, dass sie sich bis vor nicht allzu langer Zeit noch „Elisabeth Schmit“ nannte, nie persönliche Daten preisgibt – höchstens im Internet, aber dieser Quelle traue ich schon lange nicht mehr – und sich auch sonst auffällig bedeckt hält. Könnte es, mal einfach so gefragt, könnte es nicht eventuell sogar sein, dass Guy Rewenig im &lt;i&gt;Lëtzebuerger Land&lt;/i&gt; nicht nur allwöchentlich seine Unsäglichkeiten aus „Happyland“ verbreitet, sondern unter dem Allerweltsnamen „Elise Schmit“ auch noch die Werke seiner luxemburgischen Schriftstellerkollegen kommentiert? &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;© Georges Hausemer 23.4.2010&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;&lt;img src="http://sites.internet.lu/folders/hausemergeorges/images/k-Capybara_220410.JPG" width="320" height="240"&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;©  Georges Hausemer&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7850048448846271534-4521356258991701198?l=hausemer.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://hausemer.blogspot.com/feeds/4521356258991701198/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://hausemer.blogspot.com/2010/04/op-der-rull-7.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7850048448846271534/posts/default/4521356258991701198'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7850048448846271534/posts/default/4521356258991701198'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://hausemer.blogspot.com/2010/04/op-der-rull-7.html' title='OP DER RULL (7)'/><author><name>Georges Hausemer</name><uri>http://www.blogger.com/profile/07721046962057225130</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://3.bp.blogspot.com/_Yub5V01uKkU/SwA4O9zNv-I/AAAAAAAAAA8/_yL9MyjrM8M/S220/Georges+Hausemer+(Photo+Susanne+Jaspers).JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7850048448846271534.post-3428035875581424823</id><published>2009-12-24T06:56:00.001-08:00</published><updated>2010-07-06T10:04:32.033-07:00</updated><title type='text'>Op der Rull (6)</title><content type='html'>Nun hat Capybara seine erste Nacht am Fuβ des Qasyun-Berges hinter sich. Am Abend zuvor schlürfte er sein erstes syrisches Linsensüppchen, genoss sein erstes Tabbouleh (wenig Hirse, aber viele frische Kräuter, die sich zwischen seinen Zähnen verfingen), entdeckte unter drei Schichten dünnem Fladenbrot die ersten, apart gewürzten Hühnchen-Kebab-Stückchen, die sich hier Shish Taouk nennen. Am Morgen, noch im Bett, fiel ihm ein wärmender Sonnestrahl ins Auge, er war gleich hellwach, hörte erbärmlich miauende Katzen und wunderte sich, dass er um fünf Uhr früh nicht bereits von den Muezzin-Rufen wach geworden war.&lt;br /&gt;Dann aber schnell raus! Kleines Frühstück, noch im Pyjama auf der Terrasse, und das zwei Tage vor Heiligabend, anschlieβend mit geschultertem Rucksack die Al-Afif Street hinunter. Populäres Viertel, kleine und kleinste Läden, Kleider- und Schmuckgeschäfte, Blumenhändler, Bäcker, Friseure, Konditoreien, deren Auslagen so verlockend sind, dass Capybara mehrmals rasch die Straβenseite wechselt, um nicht schon vormittags in Versuchung zu geraten. Stattdessen fotografiert er aus einem hübschen Winkel besagten Qasyun-Berg mit seinen bebauten Hängen, im Vordergrund eine Straβenkreuzung, ohne Polizist vorsichtshalber. Auch Raketen, heiβt es, soll man in Syrien besser nicht ablichten, keine Soldaten, keine offiziellen Gebäude. Aber Raketen sind mitten auf den Avenuen und in den Parks von Damaskus sowieso eher selten.&lt;br /&gt;Es kreuzen Capybaras Weg: vornehme ältere Herren im Anzug unter modischem Mantel, mit Krawatte, ältere Damen, viele in unförmigen schwarzen Umhängen und mit Kopftuch, junge Frauen, auch mit Kopftuch und zusätzlicher Sonnebrille, meist mit riesigen Gläsern und goldenen Bügeln. &lt;br /&gt;Eigentlich sollte Capybara Heiligabend im Wüstenkloster Mar Musa verbringen. So war es zwei Tage zuvor mit Nada ausgemacht worden. “Auf Spanisch bedeutet ‘nada’ nichts, aber im Arabischen heiβt der Name Wiedergeburt”, hatte die junge Frau dem Gast aus Europa bei ihrer ersten Begegnung erklärt. Treffen um 14:00 Uhr, danach einstündige Fahrt in den Norden von Damaskus, dort 400 Steinstufen hochklettern und endlich das majestätisch aus der Ebene emporragende Felsenkloster erreichen. Warme Kleidung nicht vergessen! Dann in der Wüste kann es nachts bekanntlich empfindlich kalt worden, und Heizung haben die Mönche und Nonnen von Deir Mar Musa nicht. &lt;br /&gt;Schon lange vor 14:00 sitzt Capybara auf seinem gepackten Kleidersack, als plötzlich eine SMS von Nada kommt. Im Moment könne sie weder anrufen noch Damaskus verlassen, aber sie würde sich bald wieder melden. Inzwischen es ist kurz vor 17:00. Bald werden erneut die unzähligen Damaszener Muezzine schreien, längst ist es auch am Rand der Wüste kühl geworden, allmählich legt sich die Nacht auf die Stadt, doch “nada de Nada”. Im Kloster wird man auch dieses Jahr ohne Gast aus der Welt einzigem Groβherzogtum Weihnachten feiern müssen.&lt;br /&gt;&lt;p&gt;©  Georges Hausemer&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7850048448846271534-3428035875581424823?l=hausemer.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://hausemer.blogspot.com/feeds/3428035875581424823/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://hausemer.blogspot.com/2009/12/op-der-rull-6.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7850048448846271534/posts/default/3428035875581424823'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7850048448846271534/posts/default/3428035875581424823'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://hausemer.blogspot.com/2009/12/op-der-rull-6.html' title='Op der Rull (6)'/><author><name>Georges Hausemer</name><uri>http://www.blogger.com/profile/07721046962057225130</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://3.bp.blogspot.com/_Yub5V01uKkU/SwA4O9zNv-I/AAAAAAAAAA8/_yL9MyjrM8M/S220/Georges+Hausemer+(Photo+Susanne+Jaspers).JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7850048448846271534.post-8547714692043455411</id><published>2009-12-18T13:26:00.001-08:00</published><updated>2009-12-18T13:26:28.912-08:00</updated><title type='text'>P. O. BOX (5)</title><content type='html'>&lt;b&gt;Esch-au-Lac.&lt;/b&gt; Mit der guten alten Post werden ja kaum noch Feiertags- oder Neujahrbotschaften verschickt. Stattdessen kommen die Grußadressen in letzter Sekunde elektronisch, per Mail. In allerletzter Sekunde kann man sie entweder erwidern oder per simplem Mausklick ruckzuck in den Papierkorb schmeißen.&lt;br /&gt;Heute Morgen allerdings erfuhr ich, wie trotz allen Fortschritts immer noch Neuigkeiten zirkulieren: von Mund zu Ohr, als hundsgewöhnlicher Tratsch und Klatsch. Schon in aller Frühe, es war noch stockdunkel draußen, saß ich in meiner Lieblingskneipe und wärmte mir die klammen Finger an einer heißen Kaffeetasse. Auch der Nebentisch war besetzt. Mit ..., wenn man so will, Kollegen, doch mir war nicht danach, mich an ihrem Gespräch zu beteiligen. Lieber hörte ich ihnen, während ich fahrig ein paar Tageszeitungen durchblätterte, dabei zu, wie sie sich gegenseitig ihr Leid klagten. Es ging, kurz gesagt, um Geld. Um Geld, das ihnen widerrechtlich vorenthalten wurde, um Geld, das jemand unterschlagen oder illegalerweise eingestrichen hatte. Um böses Geld also, das böse Gedanken weckt und womöglich böse Taten folgen lässt.&lt;br /&gt;Bevor ich meine Tasse leerte und mich auf den Heimweg machte, sagte ich einen einzigen Satz. „Freunde“, sagte ich, „darüber müssen wir einmal in aller Ruhe miteinander reden.“ Wenn das keine hübsche Pointe zum Jahresende war! Unsere Anwälte sollten jedenfalls schon mal fleißig ihre Bleistifte spitzen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;© Georges Hausemer 18.12.2009&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7850048448846271534-8547714692043455411?l=hausemer.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://hausemer.blogspot.com/feeds/8547714692043455411/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://hausemer.blogspot.com/2009/12/p-o-box-5.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7850048448846271534/posts/default/8547714692043455411'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7850048448846271534/posts/default/8547714692043455411'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://hausemer.blogspot.com/2009/12/p-o-box-5.html' title='P. O. BOX (5)'/><author><name>Georges Hausemer</name><uri>http://www.blogger.com/profile/07721046962057225130</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://3.bp.blogspot.com/_Yub5V01uKkU/SwA4O9zNv-I/AAAAAAAAAA8/_yL9MyjrM8M/S220/Georges+Hausemer+(Photo+Susanne+Jaspers).JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7850048448846271534.post-4092573471885402397</id><published>2009-12-18T13:25:00.000-08:00</published><updated>2010-07-06T10:03:24.079-07:00</updated><title type='text'>OP DER RULL (5)</title><content type='html'>Vor kurzem hat Capybara begonnen, sich äußerst unbeliebt zu machen. Und zwar nachts. Dann nämlich schnarcht Capybara seit neuestem ganz fürchterlich. Nicht nur extrem laut, sondern überdies in variablen Klangfarben, die von rollendem Röcheln bis zu krächzendem Gewürge reichen. Das wurde Capybara jedenfalls berichtet, denn selbst hört er sich natürlich nicht schnarchen, weil er dann schläft oder möglicherweise von seinem eigenen Geschnarche schon wach geworden ist, im selben Moment aber mit dem Schnarchen aufgehört hat, dann eben nicht mehr schläft und folglich auch keine unkontrollierten Geräusche mehr von sich gibt.&lt;br /&gt;Sei’s drum, das Jahresende naht, und wie immer um diese Zeit gerät Capybaras Leben für eine Weile ziemlich aus dem Lot. Mal holt er sich, regelmäßig ab Mitte Dezember, eine Erkältung oder sonst eine rätselhafte Infektion, mal zieht er sich eine Muschel-, mal eine Marzipanvergiftung zu, entweder streikt plötzlich sein Computer oder in seiner Höhle fallen gleichzeitig sämtliche Lichter aus. Dieses Jahr nun sind es besagte Schnarchattacken, die auch noch seine Allerliebste Nacht für Nacht von seiner Seite vertreiben, wüsteste, aber durchaus berechtigte Beschimpfungen auf ihn niederprasseln lassen und ihm tagelang ein miserables Gewissen bescheren.&lt;br /&gt;Längst hat Capybara einen schlimmen Verdacht: Schuld an dem ganzen Ärger ist der Weihnachtsmann. Weihnachtsmänner, davon ist Capybara mittlerweile fest überzeugt, sind die natürlichen Feinde der Wasserschweine. Aber warum bloß?&lt;br /&gt;Da seine falschbärtigen Gegenspieler das Feld nicht freiwillig räumen werden, geht Capybara für einmal mit gutem Beispiel voran. Schon vor Wochen hat er sich ein Flugticket besorgt und ein Visum in seinen Pass stempeln lassen; in wenigen Tagen wird er sich ins Café Noufara setzen und den Damaszenern mit einem „qahwa“ zuprosten. Das hört sich doch verlockend an. „Qahwa siadeh“, „masbut“ oder „arrika“ – stark, mäßig oder wenig gesüßter Kaffee im Schatten der Omaijaden-Moschee, im wohl berühmtesten und malerischsten Café der Damaszener Altstadt. Geschichtenerzähler und Flötenspieler soll es dort geben; ihre Stimmen und Töne werden auch noch den lautesten Schnarcher übertrumpfen, falls es denn überhaupt so weit kommt, dass Capybara in orientalischer Umgebung einfach mal so ein Nickerchen hält. Viel wahrscheinlicher ist, dass Wasserschweine sich gerne mit Wasserpfeifen vergnügen, zwischendurch ein Eckchen „baklawa“ naschen und inmitten des Blubberns und Kauens die doofen Kläuse einfach vergessen. Ab Anfang Januar dann hat Capybara für elf Monate wieder Ruhe zuhause. Sofern endlich Schluss ist mit seinem unsäglichen, unerträglichen Geschnarche.&lt;br /&gt;&lt;p&gt;©  Georges Hausemer&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7850048448846271534-4092573471885402397?l=hausemer.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://hausemer.blogspot.com/feeds/4092573471885402397/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://hausemer.blogspot.com/2009/12/op-der-rull-5.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7850048448846271534/posts/default/4092573471885402397'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7850048448846271534/posts/default/4092573471885402397'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://hausemer.blogspot.com/2009/12/op-der-rull-5.html' title='OP DER RULL (5)'/><author><name>Georges Hausemer</name><uri>http://www.blogger.com/profile/07721046962057225130</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://3.bp.blogspot.com/_Yub5V01uKkU/SwA4O9zNv-I/AAAAAAAAAA8/_yL9MyjrM8M/S220/Georges+Hausemer+(Photo+Susanne+Jaspers).JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7850048448846271534.post-959123956771610046</id><published>2009-11-25T10:51:00.000-08:00</published><updated>2009-11-25T10:51:18.659-08:00</updated><title type='text'>P. O. BOX (4)</title><content type='html'>&lt;b&gt;Esch-au-Lac.&lt;/b&gt; Nun haben wir den Schlamassel! Heute stehen die Resultate des diesjährigen nationalen Literaturwettbewerbs in der Zeitung. Pardon, es ist ein einziges Resultat, und das lautet: Niemand hat gewonnen, niemand! Ganze sieben Teilnehmer hatten sich mit ihren Beiträgen um die Auszeichnung beworben, keinen einzigen davon befand die Jury für würdig, mit dem ersten Preis belohnt zu werden. Vergeben wurde nur eine „mention spéciale“ – aber wenn deren Empfängerin den besten Text von allen abgeliefert hat, wieso kam sie damit dann nicht auf die oberste Stufe des Treppchens und wurde bloß mit einem lächerlichen Trostpreis abgespeist? Ja, abgespeist ist das passende Wort. Auch lächerlich entspricht bestens der Art und Weise, wie das hiesige Kulturministerium mit einheimischer Literatur und luxemburgischen Autoren umzugehen pflegt. Und überhaupt: Libretto! Als wäre das jemals ein eigenes literarisches Genre gewesen! Oder sollte da jemand einen roten Teppich ausgerollt bekommen? Sollte da etwa ein Funktionär perfiderweise seine persönlichen Interessen vorgeschoben haben? Nun, in einer Hinsicht ist der Schuss kräftig nach hinten losgegangen: Es wird nicht, wie in all den Jahren zuvor üblich, zu einer offiziellen Preisüberreichung im Literaturzentrum in Mersch kommen, weder eine Ministerin noch ihre Stellvertreterin wird sich hinter Mikrofone und vor Kameras schieben und die leider ebenfalls üblichen Belanglosigkeiten von sich geben können. Selber schuld. Doch im Grunde ist auch nichts anderes von Leuten zu erwarten, die keinen blassen Schimmer von dem haben, mit dem sie sich ihre üppigen Gehälter verdienen. In diesem Fall haben sie sich jedenfalls nichts anderes als schallendes Gelächter verdient.   &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;© Georges Hausemer 25.11.2009&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7850048448846271534-959123956771610046?l=hausemer.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://hausemer.blogspot.com/feeds/959123956771610046/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://hausemer.blogspot.com/2009/11/p-o-box-4.html#comment-form' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7850048448846271534/posts/default/959123956771610046'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7850048448846271534/posts/default/959123956771610046'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://hausemer.blogspot.com/2009/11/p-o-box-4.html' title='P. O. BOX (4)'/><author><name>Georges Hausemer</name><uri>http://www.blogger.com/profile/07721046962057225130</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://3.bp.blogspot.com/_Yub5V01uKkU/SwA4O9zNv-I/AAAAAAAAAA8/_yL9MyjrM8M/S220/Georges+Hausemer+(Photo+Susanne+Jaspers).JPG'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7850048448846271534.post-44807271415884244</id><published>2009-11-18T11:53:00.000-08:00</published><updated>2010-07-06T10:02:43.252-07:00</updated><title type='text'>OP DER RULL (4)</title><content type='html'>Vom  baskischen Bildermeer durchs namibische Sandmeer ins mittelwesteuropäische  Regenmeer – Capybara ist in den heimatlichen Stall zurückgekehrt und dreht sich  nun dort wie ein sufischer Derwisch. Von Ruhe keine Spur, ganz im Gegenteil.  Kein Tag vergeht, an dem er seine Schnauze genüsslich auf die Vorderpfoten  betten, die Hinterbeine entspannt von sich strecken und getrost der Dinge  harren kann, die da auf ihn zukommen, bevor dereinst beim Weltuntergang, einer  islamischen Weissagung gemäß, nur ein einziger Ort auf Erden verschont bleiben  wird: Damaskus.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zuvor aber noch dieses und auch jenes: In einen Kimono  gehüllt, knabberte Capybara kandierte Kastanien; die Fahrt zwischen Vilnius und  Minsk absolvierte er im blauen Salonwagen der belarussischen Eisenbahn; mit  einem für seine Bierexzesse berüchtigten Drehleierspieler besuchte er ein nicht  stattgefundenes Konzert im Nordosten des polnischen Marienlandes; mit einem  wahrhaftigen Professor aus dem Schwabenland lutschte er an einem molekular  gelierten Apfelschnitz; vor Publikum zerstampfte er kartoffelige Klischees in  Buchstabensauce; mit einer wahrhaftigen Köchin blätterte er sich durch  leckerste Rezepte; mit heftigen Flossenschlägen ruderte er selbst ins  Schwabenland, um über seine Reiseabenteuer zu berichten, ohne zuvor oder danach  den Professor zu besuchen, der lebt und forscht nämlich in Mainz, wo Capybara  auch schon einmal Bauchweh hatte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aber was ist das, ein Abenteuer? Und wenn ja, warum? (Gruß  an Guychen in Köln, der von einem Blatt namens „Capybara Gazette“ bestimmt noch  nie etwas gehört hat – egal.) Wasserschweine verfügen bekanntlich über ein  außerordentlich und deshalb äußerst bedenklich kurzes Gedächtnis, weshalb sie  gezwungen sind, sich alles, aber auch wirklich alles zu notieren, sofern  Schreibzeug vorhanden ist. Andernfalls ritzen sie sämtliche Einzelheiten mit  ihren bekanntlich äußerst gefährlichen Klauen als Geheimzeichen in die Erde  (oder Beton, Holz, Tatami – je nachdem, auf welchem Untergrund sie ihre  Dickbäuche gerade niedergelassen haben). Bleibt nur zu hoffen, dass sie ihre  mysteriösen Codes zumindest selbst noch entziffern können, nach einer gewissen  Zeit, sechs Stunden, zwei Tage später oder so.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Abenteuer also. Musiker, die vor lauter Zittrigkeit den  Hebel ihrer Leier nicht mehr drehen können; Bäcker, die mitten in der Wüste  zentnerweise Apfelkuchen backen; Schafhirten, die sich mitsamt Herde an den  Concha-Strand von San Sebastián verirrt haben; Geishas, die ihren Geist fließen  lassen wie im Wellenmuster japanischer Dachziegel.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Genügt das? Nun, Capybara könnte sich überlegen,  demnächst nach Paraguay auszuwandern, um bei den nächsten  Präsidentschaftswahlen gegen den populärsten Bischof des Landes anzutreten,  unverkleidet natürlich und ohne tierische Maske. Oder das namibische Wörterbuch  auswendig zu lernen, zumal er einige Ausdrücke bereits vortrefflich beherrscht:  Oanob, Ohakane, Okahandja,  Okatumba, Okombahe, Otjikoto, Owambo ...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;So, das muss für heute genügen. Rasch noch den restlichen  Singapore Sling geleert, die längsten Spinnenbeinchen aus Nase und Ohren  gezupft und auf geht’s. Der Bus wartet nämlich schon, aber nicht ewig.&lt;/p&gt;&lt;p align="center"&gt;***&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;&lt;u&gt;P. O. BOX (3)&lt;/u&gt;&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Esch-au-Lac.&lt;/strong&gt; Der  Titel des Romans steht nun fest: „80 D“. Gestern am späten Abend flatterte der entsprechende  Vertrag zu dem nur eine Hand breit geöffneten Wohnzimmerfenster herein,  unfrankiert, im durchsichtigen Plastikhemdchen. Ein Frauenroman!, behauptete  der Verfasser. Keineswegs!, erwiderte seine allerliebste Lektorin, in diesem Fall  haben wir es mit einem ..., einem ..., ja, mit einem typischen Männerroman zu  tun. Mit einem esoterisch-pornographischen Machwerk übelster Sorte, fügte eine  weitere Dame aus der Runde hinzu, die noch keine einzige Zeile davon gelesen  hat. Typisch! Den Brei in den Ausguss schütten, bevor er gesalzen und  gepfeffert ist. Kapiert haben’s einmal mehr nur die Kinder des Autors – drei  pelzige Gesellen, die sich dem Erwachsenwerden konsequent verweigern. Papi,  Papi, rufen sie unisono aus ihrem Versteck, deine Schnitzelchen heute waren wieder  ein Gedicht.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;©  Georges Hausemer 18.11.2009&lt;/p&gt;&lt;img src="http://sites.internet.lu/folders/hausemergeorges/images/k-Namibia_4.10.2009_%28Photo_Georges_Hausemer%29.jpg" width="320" height="240"&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;©  Georges Hausemer&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7850048448846271534-44807271415884244?l=hausemer.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://hausemer.blogspot.com/feeds/44807271415884244/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://hausemer.blogspot.com/2009/11/op-der-rull-4.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7850048448846271534/posts/default/44807271415884244'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7850048448846271534/posts/default/44807271415884244'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://hausemer.blogspot.com/2009/11/op-der-rull-4.html' title='OP DER RULL (4)'/><author><name>Georges Hausemer</name><uri>http://www.blogger.com/profile/07721046962057225130</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://3.bp.blogspot.com/_Yub5V01uKkU/SwA4O9zNv-I/AAAAAAAAAA8/_yL9MyjrM8M/S220/Georges+Hausemer+(Photo+Susanne+Jaspers).JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7850048448846271534.post-387932949336649267</id><published>2009-11-15T07:38:00.001-08:00</published><updated>2009-11-15T07:38:20.378-08:00</updated><title type='text'>OP DER RULL (3)</title><content type='html'>Capybara verabschiedet sich in den Herbst. Schneller als folgende Zeilen zu lesen sind, wird die alljährliche August-Herrlichkeit auch schon wieder vorbei sein. Schluss mit den freien Parkplätzen und wie leergefegten Bürgersteigen, wenn Capybara, wie fast jeden Tag morgens kurz nach acht, mit Zeitungen und Post unterm Arm durch die Fußgängerzone schlendert. Schluss mit den charmant lächelnden, weil größtenteils beschäftigungslosen Kassiererinnen im Supermarkt. Schluss mit dem Käsehändler, der seine wenigen Kunden auf einen Espresso einlädt, damit sie eine Weile länger in seinem Laden bleiben und ihm die Langeweile vertreiben. Schluss mit dem ausgestorbenen Spielplatz hinter Capybaras Garten, wo sich bald wieder wie am Spieß schreiende Kinder tummeln werden und im Dunkeln die Jugendlichen, die heimlich Haschischzigaretten drehen und sich mit vollen wie mit leeren Bierflaschen gegenseitig auf die Köpfe schlagen.&lt;br /&gt;Allmählich wird es Zeit, dass die Wasserschweine von der nördlichen Sommerweide kommen und, im Vorbeiziehen Don Paul grüßend, nach Süden ziehen, ans Wasser, zum Salz, um sich im Muschelsand zu wälzen.&lt;br /&gt;Heute morgen begegnete Capybara auf seinem Weg zur Post einer jungen Frau mit Burka. Olivengrün war ihr Ganzkörper-Zelt, ihr Gesicht halb verdeckt, nicht einmal ihre Schuhe konnte man erkennen. Sie hielt einen kleinen Jungen bei der Hand, er trug ein T-Shirt, auf seiner Brust war zu lesen: „Jesus loves you“.&lt;br /&gt;Bevor Capybara sich zurück in sein Schreibställchen begab, kehrte er auf einen Milchkaffee in sein Stammlokal ein. Dort las er weiter und kam auf eine Idee: Wie wäre es, wenn Luxair, Capybaras heimatliche Fluggesellschaft, dereinst einen Schriftsteller mit Notebook in die Abfertigungshalle ihres nagelneuen Terminals setzen und ihn das dortige Treiben beobachten und beschreiben lassen würde? Wie unlängst geschehen am Londoner Flughafen Heathrow, wo Alain de Botton die kuriose Stelle des Writer-in-Residence einnahm. Eine Woche lang führte der Autor dort sein Airport-Tagebuch, das demnächst als Buch erscheinen wird (oder inzwischen bereits erschienen ist) und während der Niederschrift auf einer Riesenleinwand hinter seinem Schreibtisch von den Passagieren live mitgelesen werden konnte. Wie zu hören ist, leidet auch Luxair derzeit heftig unter der weltweiten Wirtschaftskrise. Vielleicht würde eine solche PR-Aktion ihr endlich wieder positive Schlagzeilen bescheren – und auch ihrem Schreibgast jene Aufmerksamkeit einbringen, die ihm im Land der Wasserschweine nur höchst selten angedeiht.&lt;br /&gt;Noch etwas kam Capybara unter die Augen, und zwar zufällig die neueste Ausgabe des ADAC-Clubmagazins. Darin wurde für Navigationsgeräte für 99,90 (statt 239.-) Euro geworben, unter der Überschrift „Mit echten 3D-Ansichten leichter ans Ziel“ und mittels einer großzügig dekolletierten Brünetten, die den Apparat der „neuen Premium-Navi-Klasse“ just neben ihren aparten, halb freiliegenden Busen hielt. So viel Realismus erinnerte Capybara prompt an die Pflichten, die ihn vor dem Ende des Sommers noch in seinem Arbeitsställchen erwarteten. Seit Wochen, nein, Monaten, saß er nämlich an einer neuen, auf Romanlänge auszubauenden Geschichte, in der es ebenfalls um Oberweiten geht. Die heißt zwar nicht „3 D“, aber so ähnlich. Ob Leser der „ADAC motorwelt“ das fertige Buch aus Capybaras Werkstatt wohl jemals zur Hand nehmen werden?&lt;br /&gt;Über andere Dinge, die im Leben so passieren, wird Capybara demnächst aus dem Ausland berichten. Zunächst mit einem leckeren Pintxo zwischen den Zähnen; später dann mit einer Wurststulle in der Hand, aber unter afrikanischer Sonne und aus dem sogenannten Konferenzwaggon eines Zugs, der durch Wüstensand kriecht. In besagtem Konferenzwagen dürfen nämlich auch Wasserschweine ihre müden Beinchen ausstrecken und genüsslich eine rauchen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;***&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7850048448846271534-387932949336649267?l=hausemer.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://hausemer.blogspot.com/feeds/387932949336649267/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://hausemer.blogspot.com/2009/11/op-der-rull-3.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7850048448846271534/posts/default/387932949336649267'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7850048448846271534/posts/default/387932949336649267'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://hausemer.blogspot.com/2009/11/op-der-rull-3.html' title='OP DER RULL (3)'/><author><name>Georges Hausemer</name><uri>http://www.blogger.com/profile/07721046962057225130</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://3.bp.blogspot.com/_Yub5V01uKkU/SwA4O9zNv-I/AAAAAAAAAA8/_yL9MyjrM8M/S220/Georges+Hausemer+(Photo+Susanne+Jaspers).JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7850048448846271534.post-534548469739637504</id><published>2009-11-15T07:37:00.001-08:00</published><updated>2009-11-15T07:37:36.610-08:00</updated><title type='text'>P. O. BOX (2)</title><content type='html'>Esch-au-Lac. Am kommenden 19. September findet in Saarbrücken der „Europäische Schriftstellerkongress“ statt – ein hochtrabender Name für eine eintägige Veranstaltung, die aus ein paar Reden, Vorträgen und einem knappen Dutzend Lesungen von Autoren aus acht europäischen Ländern zum Thema „Die erzählte Stadt“ bestehen wird. Stutzig macht aber nicht nur der Titel der Veranstaltung. „Europäischer Schriftstellerkongress“ (EWC) nennt sich nämlich auch der 1977 gegründete Verbund europäischer Schriftstellervereinigungen, zu dem 60.000 einzelne Schriftsteller zählen, die 58 Mitgliedsorganisationen in gegenwärtig 30 Ländern Europas angehören. Aufhorchen lässt ebenfalls die Tatsache, dass das Städtenetz „QuattroPole“, zu dem sich die vier Metropolen der sogenannten Groβregion Luxemburg, Metz, Saarbrücken und Trier unlängst zusammenschlossen, den sogenannten „Europäischen Schriftstellerkongress“ in Saarbrücken unterstützt und eine Lesung der Autorin Annegret Held, die im Westerwald und in Frankfurt lebt, präsentiert. Auβer dem Saarländer Alfred Gulden ist erstaunlicherweise kein einziger Autor aus besagter Groβregion vertreten, kein Trierer, kein Metzer und auch kein Luxemburger. Wahrscheinlich sind diese sogenannten Metropolen und ihre Bewohner am Ende doch nicht „groβ“ genug, um bei Gesprächen und Textauszügen über „die Spannbreite zwischen schriftstellerischer Imagination und groβstädtischer Realität“, die im Faltblatt zur Veranstltung beschworen wird, ihr Wörtchen mitreden zu dürfen. Neu und sogar ein bisschen erfreulich ist allerdings die Tatsache, dass „QuattroPole“ mit einem Mal sogar kulturelle Ambitionen zu hegen scheint. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;© Georges Hausemer 1.9.2009&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;***&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7850048448846271534-534548469739637504?l=hausemer.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://hausemer.blogspot.com/feeds/534548469739637504/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://hausemer.blogspot.com/2009/11/p-o-box-2.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7850048448846271534/posts/default/534548469739637504'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7850048448846271534/posts/default/534548469739637504'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://hausemer.blogspot.com/2009/11/p-o-box-2.html' title='P. O. BOX (2)'/><author><name>Georges Hausemer</name><uri>http://www.blogger.com/profile/07721046962057225130</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://3.bp.blogspot.com/_Yub5V01uKkU/SwA4O9zNv-I/AAAAAAAAAA8/_yL9MyjrM8M/S220/Georges+Hausemer+(Photo+Susanne+Jaspers).JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7850048448846271534.post-4900401778731411413</id><published>2009-11-15T07:36:00.000-08:00</published><updated>2009-11-15T07:36:34.551-08:00</updated><title type='text'>P. O. BOX (1)</title><content type='html'>Esch-au-Lac. Dann kommt ein Brief aus dem Erziehungsministerium. Man bietet als Nachdruckhonorar pro Buchseite 3,72 EUR an, „weil das in Deutschland so üblich ist“, wie auf Nachfrage erklärt wird. Später stellt sich heraus, dass dieser lächerliche Betrag auf dem Irrtum einer Praktikantin aus dem Suhrkamp Verlag beruht. Jahre her. Nie in Zweifel gezogen. Mit hündischer Treue nachgebellt. So kamen die Beamten bislang immer durch. Bis jetzt. Aber bald nicht mehr. Mit Verstörungen und Komplikationen muss gerechnet werden. „Vous n’imaginez pas tout ce que ... (bitte ergänzen) peut faire pour vous.“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;© Georges Hausemer 10.8.2009&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7850048448846271534-4900401778731411413?l=hausemer.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://hausemer.blogspot.com/feeds/4900401778731411413/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://hausemer.blogspot.com/2009/11/p-o-box-1.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7850048448846271534/posts/default/4900401778731411413'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7850048448846271534/posts/default/4900401778731411413'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://hausemer.blogspot.com/2009/11/p-o-box-1.html' title='P. O. BOX (1)'/><author><name>Georges Hausemer</name><uri>http://www.blogger.com/profile/07721046962057225130</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://3.bp.blogspot.com/_Yub5V01uKkU/SwA4O9zNv-I/AAAAAAAAAA8/_yL9MyjrM8M/S220/Georges+Hausemer+(Photo+Susanne+Jaspers).JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7850048448846271534.post-7171018202852521382</id><published>2009-11-15T06:49:00.000-08:00</published><updated>2009-11-15T07:34:59.898-08:00</updated><title type='text'>OP DER RULL (1)</title><content type='html'>Hato Piñero. Eine dumpfe Männerstimme, nachts um zehn vor eins, hypnotisch: „Sturmwarnung. Coromoto. Las Samanas. Masaguaral. Tief um eins null, doppelnull. Río Chirgua: west vier bis sieben. Schauer. Gut. El Baúl: west sechs bis acht. Schauer. Mäβig. Yacambú: west drei bis sechs. Schauer. Schlecht.“ Zehn Minuten, dann ist es vorbei. Man trinkt noch einen Brandy und legt sich schlafen, den Wind über dem weiten, flachen Land („Los Llanos“) im Ohr und in der schönen Gewissheit, dass es drauβen immer stürmischer ist als drinnen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;***&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7850048448846271534-7171018202852521382?l=hausemer.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://hausemer.blogspot.com/feeds/7171018202852521382/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://hausemer.blogspot.com/2009/11/capybara-gazette.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7850048448846271534/posts/default/7171018202852521382'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7850048448846271534/posts/default/7171018202852521382'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://hausemer.blogspot.com/2009/11/capybara-gazette.html' title='OP DER RULL (1)'/><author><name>Georges Hausemer</name><uri>http://www.blogger.com/profile/07721046962057225130</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://3.bp.blogspot.com/_Yub5V01uKkU/SwA4O9zNv-I/AAAAAAAAAA8/_yL9MyjrM8M/S220/Georges+Hausemer+(Photo+Susanne+Jaspers).JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry></feed>
