21. Mai 2013

KLATSCH UND TRATSCH AUS DER EINHEIMISCHEN BÜCHERWELT (6): BADENPLAG-FORTSETZUNG


Esch, im herbstlichen Mai. Treue Leser der wasserschweinischen Postille erinnern sich: Vor rund einem Jahr wurde in diesen Spalten mehrfach auf die Jeff Baden-Plagiatsaffäre hingewiesen. Nun liegt das betreffende juristische Gutachten vor. Es führt auf insgesamt acht Seiten und anhand zahlreicher Beispiele vor, dass es sich bei dem Artikel „Vom Parnassus bis hinter den Atlantik. Literarisches Schreiben in Luxemburg“, erschienen in der Nr. 30 des saarländischen Kulturmagazins „Opus“, in der Tat um ein Plagiat handelt – ein Umstand, der damals, vor einem Jahr und aus nicht immer offensichtlichen Gründen, von einigen Seiten bezweifelt wurde. In besagtem „avis juridique“, das an den Verfasser des ursprünglichen Textes ergangen ist und das der Redaktion der Capybara Gazette integral vorliegt, heißt es u. a.: „Monsieur Baden ne reprend pas seulement quelques paragraphes de votre œuvre, mais reprend sa structure et son esprit de manière systématique. (...) Plusieurs phrases sont rédigées de manière quasi-identique. (...) La quasi-intégralité de son article suit de manière frappante la structure de votre œuvre  et reprend votre article en des termes similaires. (...) au vu de ces considérations, (...) le sieur Baden a (...) violé vos droits d’auteurs.“ Da Badens „Werk“ in einer saarländischen Publikation veröffentlicht wurde, werden sich demnächst deutsche Gerichte mit dem Plagiatsfall zu beschäftigen haben.


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